Remscheid erklärt der Poser-Szene mit nächtlichem Versammlungsverbot den Krieg
Stephen SchleichRemscheid erklärt der Poser-Szene mit nächtlichem Versammlungsverbot den Krieg
Remscheid verschärft das Vorgehen gegen die lokale Poser-Szene
Am Donnerstag, den 2. Oktober 2025, soll im Stadtrat ein neues „Versammlungsverbot“ eingebracht werden. Falls der Antrag angenommen wird, sind nächtliche Treffen mit getunten Autos verboten – Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf jahrelange Beschwerden von Anwohnern im Stadtteil Lennep. Dort versammeln sich regelmäßig Gruppen von bis zu 40 Fahrzeugen auf öffentlichen Parkplätzen, was Lärm und Ruhestörungen verursacht. Es ist bereits der zweite Versuch, das Problem in den Griff zu bekommen: Vor drei Jahren war ein ähnlicher Vorstoß gescheitert.
Stadträtin Barbara Reul-Nocke hat ein umfassendes Konzept vorgelegt, um die Belästigungen einzudämmen. Neben dem Versammlungsverbot sollen verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Bodenschwellen und „Schlafpolizisten“ auf den von Posern häufig genutzten Straßen eingeführt werden. Zudem erhalten Besitzer privater Parkplätze einen direkten Polizeikontakt, um eigene Nutzungsverbote durchzusetzen.
Der Rat hofft, mit diesen Schritten endlich eine Lösung für das anhaltende Problem zu finden. Anwohner fordern seit Langem Konsequenzen, und die Behörden setzen nun auf strengere Kontrollen.
Über das „Versammlungsverbot“ wird in der Sitzung am 2. Oktober entschieden. Bei einer Zustimmung treten Bußgelder und Verkehrsänderungen kurz darauf in Kraft. Ziel der Stadt ist es, den Lenneper Bürgern ruhige Abende zurückzugeben und künftige Treffen zu verhindern.






