Seniorenrat warnt vor VRR-Preiserhöhungen: Ältere drohen abgehängt zu werden
Maria-Luise KensySeniorenrat warnt vor VRR-Preiserhöhungen: Ältere drohen abgehängt zu werden
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken gegen die geplanten Preiserhöhungen im VRR-Verkehrsverbund geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnte die Organisation, dass die höheren Kosten vor allem ältere Fahrgäste treffen würden – viele von ihnen kämpften bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten. Der Rat forderte die Verkehrsverantwortlichen nun auf, die Preissteigerungen zu stoppen oder rückgängig zu machen.
Die Warnung des Rates ist Teil eines umfassenderen Appells für gerechtere Nahverkehrspolitiken. Am 19. November 2025 verabschiedete die Organisation eine Resolution, in der sie sozial gerechte und transparente Tarife forderte. Angesichts der bevorstehenden Preiserhöhungen befürchtet die Gruppe nun, dass ältere Menschen noch stärker Schwierigkeiten bekommen, sich notwendige Fahrten leisten zu können.
Ein weiteres zentrales Problem ist der Umstieg auf rein digitale Ticketlösungen. Der Seniorenrat betonte, dass viele ältere Menschen nach wie vor auf herkömmliche Methoden angewiesen seien – etwa Fahrkartenautomaten, Schalterverkauf oder Papiertickets. Ein ausschließlich digitales System, so die Argumentation, würde eine große Zahl älterer Fahrgäste komplett vom öffentlichen Verkehr abschneiden.
Zudem kritisierte die Organisation die zusätzlichen Kosten, die beim Überschreiten von Gemeindegrenzen entstehen. Solche Gebührenaufschläge seien unverhältnismäßig, hieß es. Angesichts ohnehin schon steigender Lebenshaltungskosten sehe der Rat in den Tariferhöhungen eine direkte Bedrohung für die Selbstständigkeit und Lebensqualität vieler älterer Bürgerinnen und Bürger.
Der Seniorenrat hat die VRR-Führung und die Tarifpartner nun offiziell aufgefordert, die geplanten Preiserhöhungen zu überdenken – im Idealfall sogar auszusetzen. Ohne Kurskorrektur, so die Warnung, drohten älteren Fahrgästen noch größere finanzielle Belastungen und ein eingeschränkter Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Appell folgt auf Monate wachsender Sorgen über Bezahlbarkeit und digitale Ausgrenzung im System.






