22 April 2026, 04:23

Solingen stoppt Vollsperrung der Langhansstraße nach Bürgerprotesten

Eine Straßenszene in der Stadt mit einem gelben Gebäude im Bau, Autos, Fußgängern, Strommasten, Ampeln, Gebäuden, Schildern, Bäumen, Kränen und einem bewölkten Himmel.

Solingen stoppt Vollsperrung der Langhansstraße nach Bürgerprotesten

Pläne für vollständige Sperrung der Langhansstraße in Solingen diesen Sommer nach massivem Widerstand gestoppt

Die ursprünglich geplante dreieinhalbmonatige Vollsperrung der Langhansstraße in Solingen ist nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung vom Tisch. Die Maßnahme hätte den Zugang zur Ohligser Heide – vom WDR oft als "grüne Lunge Solingens" bezeichnet – abgeschnitten. Anwohner, Pendler und Tagesausflügler wären während der Hauptreisezeit mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert gewesen.

Ursprünglich sollte die Straße ab Frühsommer komplett gesperrt werden, was den Zugang zu wichtigen Naherholungsgebieten blockiert hätte. Die Heidelandschaft der Ohligser Heide und das nahegelegene Heide-Freibad sind besonders beliebt – vor allem, da steigende Lebenshaltungskosten und Spritpreise immer mehr Menschen zu günstigen Freizeitaktivitäten vor der Haustür drängen. Lokale Gutachten warnten sogar, dass die Sperrung in Ohligs eine Notlage auslösen könnte.

Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) hat nun eine komplette Neukonzeption der Bauarbeiten angeordnet. Der überarbeitete Zeitplan sieht vor, die Straße teilweise offen zu halten, um Staus zu vermeiden und den Zugang zu den Grünflächen zu sichern. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper lobte die Entscheidung als "klug und bürgerfreundlich" und betonte, wie wichtig es sei, die sommerlichen Freizeitmöglichkeiten zu schützen.

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Der neue Plan setzt auf möglichst geringe Beeinträchtigungen, damit Anwohner und Besucher die Gegend ohne unnötige Hindernisse genießen können. Die Bauarbeiten werden zwar wie geplant durchgeführt, aber so organisiert, dass die schlimmsten Folgen einer Vollsperrung vermieden werden.

Dank der Umplanung bleibt die Langhansstraße in den stoßzeitenreichen Sommermonaten befahrbar. Beliebte Ziele wie die Ohligser Heide und das Heide-Freibad bleiben für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Kehrtwende folgt auf Befürchtungen, dass eine komplette Sperrung sowohl für Einheimische als auch für Touristen massive Unannehmlichkeiten mit sich gebracht hätte.

Quelle