17 March 2026, 00:47

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Soforthilfe für Obdachlose in eisiger Kälte

Ein kleines Dorf mit einer Kirche in der Mitte, umgeben von Häusern, Schildern, einem Müllcontainer, Bäumen und Drähten, alles von Schnee bedeckt unter einem bewölkten Himmel.

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Soforthilfe für Obdachlose in eisiger Kälte

Solingens Bezirksbürgermeister Marc Westkämper drängt auf rasches Handeln, um obdachlosen Menschen in der Stadt zu helfen. Angesichts lebensbedrohlicher Minusgrade ruft er alle politischen Fraktionen zur Zusammenarbeit auf. Bei einem Runden Tisch am 19. Februar soll das Thema behandelt werden, noch vor der Bezirksvertretungssitzung am 23. Februar.

Westkämper macht insbesondere auf die prekäre Situation Obdachloser aufmerksam, die unter der Unterführung in Ohligs kampieren. Zwar gibt es keine genauen Zahlen, doch ein CDU-Antrag verweist darauf, dass dort seit Monaten Menschen übernachten. Der Bezirksbürgermeister betont, dass die Politik jetzt handeln müsse, um Erkrankungen oder gar Todesfälle im Winter zu verhindern.

Er wies Vorwürfe zurück, mit der AfD bei dem CDU-Antrag zusammengearbeitet zu haben, und unterstrich stattdessen die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens. Westkämper zeigt sich offen für Gespräche mit allen Fraktionen in der Bezirksvertretung, um die Lebensbedingungen der Betroffenen zu verbessern.

Auf der anstehenden Sitzung der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid strebt er eine geschlossene Haltung an. Sein Fokus liegt auf praktischen Lösungen – er appelliert an alle Seiten, Differenzen beiseitezulegen und die Unterstützung Obdachloser in den Vordergrund zu stellen.

Der Runde Tisch am 19. Februar soll konkrete Wege aufzeigen, wie wohnungslosen Menschen in Solingen geholfen werden kann. Westkämpers Aufruf zielt auf geteilte Verantwortung und schnelles Handeln ab. Die Beschlüsse der Bezirksvertretungssitzung am 23. Februar werden die nächsten Schritte für die Hilfsmaßnahmen bestimmen.

AKTUALISIERUNG

Neue Vorschläge tauchen auf, als der Druck auf die Obdachlosensituation in Solingen steigt

Sozialverbände haben einen gemeinsamen Vorschlag eingereicht, um Obdachlosigkeit in Solingen anzugehen. Der Caritasverband und Jugend/Drogenberatungsdienste haben einen Plan präsentiert, der Straßenarbeit, Wohnungsoptionen und Suchthilfe umfasst. Die SPD hat auch eine überarbeitete Strategie gefordert und die Forderung nach einem Runden Tisch am 19. Februar verstärkt. Diese Entwicklungen folgen der Bitte von Marc Westkämper nach überparteilicher Zusammenarbeit, um winterbedingte Gesundheitsrisiken zu verhindern.