05 April 2026, 08:20

Solinger Kirchenkreis entscheidet über Fusion mit Nachbarregionen

Detailierte Karte des Nordwest-Distrikts der Lutheranischen Kirche - Missouri Synode, zeigt Kirchenkreise und Umgebung mit erklärendem Text.

Solinger Kirchenkreis entscheidet über Fusion mit Nachbarregionen

Kirchenkreis Solingen berät an diesem Wochenende über Fusion mit Nachbarregionen

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen kommt an diesem Wochenende zu seiner Herbstsynode in der Stadtkirche Mitte am Fronhof zusammen. Die Delegierten werden über einen zentralen Vorschlag beraten: die Zusammenlegung mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Die Diskussionen markieren einen entscheidenden Schritt bei der Neuordnung der kirchlichen Verwaltung in der Region.

Erste Gespräche über eine mögliche Fusion begannen im Sommer 2025. Seither haben Vertreter aller drei Kreise erkundet, wie eine gemeinsame Struktur aussehen könnte. In einer gemeinsamen Sitzung ihrer synodalen Gremien wurde später beschlossen, den Prozess offiziell im Januar 2026 einzuleiten.

Auf der Tagesordnung der Synode steht am Samstag eine Abstimmung darüber, ob das Fusionsverfahren eingeleitet werden soll. Bei einer Zustimmung könnte der Prozess drei bis vier Jahre dauern, wobei die Gemeinden eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Entscheidungen spielen sollen. Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass eine eigenständige Zukunft den Kirchenkreis Solingen überfordern würde – eine Fusion sei daher die pragmatischere Lösung.

Neben den Fusionsberatungen wird die Synode die Initiative "Klingenkirche 2030" bewerten. Auch finanzielle Themen stehen auf dem Programm, darunter die Verabschiedung der Haushalte für 2026. Am Freitagabend wird die Synode Pfarrerin Astrid Klumb für ihr Engagement ehren. Die Veranstaltung beginnt am Samstag mit einem Grußwort des neu gewählten Solinger Oberbürgermeisters, Daniel Flemm.

Der Solinger Kirchenkreisverband (KSV) hat deutlich gemacht, dass er es bevorzugt, wenn die Solinger Gemeinden innerhalb eines neuen größeren Kirchenkreises eine eigene Region bilden. Dies würde ein Maß an lokaler Identität bewahren, während gleichzeitig die Vorteile einer größeren Struktur genutzt werden könnten.

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Die Entscheidung über die Fusion wird die Ausrichtung der Solinger Kirchengemeinden in den kommenden Jahren prägen. Stimmt die Synode für den Prozess, beginnt dieser Anfang 2026 – mit weiteren Beratungen und Abstimmungen. Das Ergebnis wird bestimmen, wie Ressourcen, Verwaltung und lokale Vertretung in der Region künftig organisiert werden.

Quelle