Späte Festnahme in Kleve: Tödlicher Ring-Angriff nach fünf Jahren aufgeklärt
Felicia BeyerUrteil im Fall der Tötung eines 51-Jährigen auf der Halbinsel Höri am Bodensee Endgültig - Späte Festnahme in Kleve: Tödlicher Ring-Angriff nach fünf Jahren aufgeklärt
Fünf Jahre nach tödlichem Angriff: Festnahme in Kleve
In Kleve (Nordrhein-Westfalen) ist ein Mann festgenommen worden – fünf Jahre nach einer tödlichen Attacke im Jahr 2019. Der Verdächtige soll ein 51-jähriges Opfer mit schweren, ringbewehrten Faustschlägen so schwer verletzt haben, dass dieses zwei Tage später an inneren und äußeren Blutungen starb.
Leiche seit 30 Jahren vermisster 19-Jähriger dank Geständnis gefunden
In einem separaten Fall kam während eines aktuellen Prozesses die Leiche der seit langem vermissten 19-jährigen Daniela K. ans Licht, nachdem der Angeklagte den Fundort preisgegeben hatte.
Der Täter aus dem Fall von 2019 hatte sein 51-jähriges Opfer im Juni desselben Jahres mit wiederholten Schlägen attackiert, wobei er Ringe einsetzte, um die Verletzungen zu verschlimmern. Die schweren Verletzungen führten zwei Tage später zum Tod des Opfers. Die Festnahme des Verdächtigen erfolgte nun im Juni 2024 – fünf Jahre nach der Tat.
Unterdessen wurde im Rahmen eines unrelateden Verfahrens der Leichnam der 19-jährigen Daniela K. geborgen, nachdem der Angeklagte ihre Ermordung gestanden hatte. Die junge Frau war am 27. Juli 1993 vom Inhaber einer Eisdiele, Josef S., in einem abgelegenen Waldstück auf der Höri-Halbinsel am Bodensee getötet worden. Die Leiche war zunächst mit Ästen und Laub bedeckt in einem flachen Grab verborgen worden.
Über drei Jahre blieb Daniela K. unentdeckt, bis Pilzsammler ihre Überreste am 16. Oktober 1996 etwa 300 Meter vom Tatort entfernt fanden. Zuvor war sie als vermisst gemeldet worden. Die Ermittler gingen von Raub als Motiv aus, da nach der Tat Geld und Wertsachen entwendet worden waren.
Späte Gerechtigkeit – und ein Geständnis nach Jahrzehnten
Die Festnahme in Kleve kommt nach jahrelanger Verzögerung der Aufklärung des Falls von 2019. Im zweiten Fall führte erst die Aussage des Angeklagten zur Bergung von Daniela K.s Leiche und beendete damit jahrzehntelange Ungewissheit für ihre Angehörigen. Beide Fälle zeigen, wie langfristig sich Gewaltverbrechen auf Opfer und ihre Familien auswirken.






