Stichwahl in Solingen: Warum die Briefwahlbeteiligung so stark einbrach
Felicia BeyerStichwahl in Solingen: Warum die Briefwahlbeteiligung so stark einbrach
Stichwahl in Solingen: Briefwahlbeteiligung deutlich niedriger als in der Hauptwahl
Die jüngste Stichwahl um das Amt des Solinger Oberbürgermeisters verzeichnete eine geringere Wahlbeteiligung als die Hauptwahl. Wie die Behörden mitteilten, wurden 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen zurückgesandt – ein Rückgang gegenüber 88,9 Prozent im ersten Wahlgang. Strenge Postfristen und eine gewisse Wählerermüdung dürften zu diesem Rückgang beigetragen haben.
Bei der Hauptwahl am 14. September waren noch 88,9 Prozent der Briefwahlunterlagen zurückgegangen. In der Stichwahl sank diese Zahl jedoch auf 73,3 Prozent. Zwar liegt dieser Wert noch über den 81 Prozent aus der Stichwahl 2015, bleibt aber deutlich hinter der Rücklaufquote von 91,38 Prozent der Hauptwahl desselben Jahres zurück.
Insgesamt wurden in der Stichwahl 16.415 Briefwahlstimmen ausgezählt. Gleichzeitig nutzten 6.466 wahlberechtigte Bürger ihr Recht auf Briefwahl überhaupt nicht. Etwa ein Viertel derer, die Wahlunterlagen angefordert hatten, sandte diese nicht zurück und verzichtete damit auf die Stimmabgabe.
Das Wahlamt verlängerte die Frist für Ersatzunterlagen bis zum Samstag, den 27. September, mittags um 12 Uhr. Daduch erhielten die Wähler zusätzliche Zeit, um ihre Unterlagen zu erhalten und abzugeben. Dennoch entschieden sich einige, persönlich zu wählen – 1.348 Menschen nutzten ihre Briefwahlunterlagen stattdessen, um in den Wahllokalen abzustimmen.
Die geringere Rücklaufquote bei der Stichwahl unterstreicht die Herausforderungen, eine hohe Beteiligung in zweiten Wahlgängen aufrechtzuerhalten. Mit 6.466 Wahlberechtigten, die ihr Briefwahlrecht nicht nutzten, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass engere Fristen und die Wählerbindung eine zentrale Rolle spielen. Die endgültigen Zahlen bestätigen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur Hauptwahl.






