Strabag wächst kräftig und vollendet spektakuläres Brückenprojekt in Rekordzeit
Maria-Luise KensyStrabag wächst kräftig und vollendet spektakuläres Brückenprojekt in Rekordzeit
Strabag, Europas größter Baukonzern, verzeichnet starkes Wachstum im ersten Halbjahr 2025 und vollendet spektakuläres Brückenprojekt in Deutschland
Der Baukonzern Strabag, Europas größtes Bauunternehmen, hat zu Beginn des Jahres 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Gleichzeitig gelang dem Unternehmen ein technisches Meisterstück: die Verschiebung eines 485,5 Meter langen Brückenabschnitts in Deutschland. Zudem befindet sich Strabag derzeit in Verhandlungen zur Übernahme von Vamed-KMB, einem führenden Anbieter im Krankenhausmanagement und bei Infrastrukturprojekten.
Im ersten Halbjahr 2025 stieg der Umsatz von Strabag um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte sogar um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro. Bis Ende Juni belief sich der Auftragsbestand des Konzerns auf 28,4 Milliarden Euro.
Erst kürzlich schloss das Unternehmen ein komplexes Vorhaben an der A45-Talbrücke in Rinsdorf (Deutschland) erfolgreich ab. Ingenieure verschoben einen 485,5 Meter langen Abschnitt – inklusive Pfeiler und Fundamente – um 20 Meter seitwärts. Die verschobene Konstruktion wog 40.000 Tonnen und zählt damit zu den größten Projekten dieser Art in den vergangenen Jahren.
Strabag baut zudem sein Portfolio aus: Aktuell verhandelt der Konzern über den Kauf von Vamed-KMB, einem Spezialisten für Krankenhausmanagement und technische Betriebsführung. Die Transaktion würde auch die Kontrolle über die Infrastruktur des Wiener AKH sowie laufende Bauprojekte umfassen.
Unter der Führung von Vorstandschef Stefan Kratochwill, der im Februar 2025 die Geschäftsführung übernahm, setzt das Unternehmen weiterhin auf Innovation. Strabag investiert jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Kratochwill betont regelmäßig die volkswirtschaftlichen Vorteile von Infrastrukturinvestitionen: Jeder ausgegebene Euro entfalte eine Multiplikatorwirkung in der Wirtschaft und schaffe Arbeitsplätze. Gleichzeitig warnt er, dass vernachlässigte Instandhaltung langfristig deutlich höhere Kosten verursache.
Österreich plant für 2025 Investitionen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro in die Bundesinfrastruktur – das entspricht etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Strabag nimmt sowohl in Österreich als auch in Deutschland eine führende Position ein und hält dort Marktanteile von fünf bzw. zwei Prozent.
Die finanzielle Performance des Konzerns bleibt robust: steigende Gewinne und ein wachsender Auftragsbestand unterstreichen die Stärke des Unternehmens. Das jüngste Brückenprojekt und die mögliche Übernahme von Vamed-KMB verdeutlichen Strabags wachsende Rolle bei großangelegten Infrastrukturvorhaben. Angesichts der geplanten öffentlichen Investitionen in Österreich ist das Unternehmen gut aufgestellt, um seine Position in der Branche weiter auszubauen.






