22 March 2026, 14:25

Tausend Kölnern gegen Rassismus: Proteste am Tag der Antidiskriminierung

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Straße entlanggehen und ein Banner mit Text und Bildern halten, mit einem geparkten Auto links daneben, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Pfosten, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Tausend Kölnern gegen Rassismus: Proteste am Tag der Antidiskriminierung

Mehr als tausend Menschen gingen am Samstag in Köln auf die Straße, um gegen Rassismus und rechtsextreme Politik zu protestieren. Die Demonstration fand anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung statt, wobei die Teilnehmenden sich gegen Diskriminierung und die AfD aussprachen.

Die Kundgebung wurde vom Bündnis "Köln stellt sich quer" organisiert, einer von vielen lokalen Initiativen, die sich gegen Rassismus engagieren. In den vergangenen Jahren zogen ähnliche Veranstaltungen – wie etwa die von "Köln bleibt bunt" – deutlich größere Menschenmengen an, manchmal mit bis zu 50.000 Teilnehmenden. Im Juni 2024 versammelten sich auf dem Höhepunkt der Proteste 45.000 Menschen gegen die AfD.

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Die Demonstrantinnen und Demonstranten starteten am Südermannplatz und zogen über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz. Sie trugen bunte Fahnen und Plakate mit Parolen wie "Herz statt Hass". Die Polizei hatte mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet, doch die tatsächliche Zahl blieb mit etwas über 1.000 deutlich darunter.

Auf der Abschlusskundgebung am Rudolfplatz fiel besonders ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly auf. Bekannt für seine politische Kunst, richten sich Tillys Werke häufig gegen die AfD und rechtsextreme Bewegungen. Bei früheren Demonstrationen in Köln waren Gruppen wie "Nie wieder", Antifa, Die Linke und Gewerkschaften wie ver.di stark vertreten.

Die Veranstaltung unterstrich den anhaltenden Widerstand gegen Rassismus und die AfD in Köln. Zwar war die Teilnehmerzahl geringer als in den Vorjahren, doch der Protest bestätigte die lange Tradition der Stadt als Zentrum aktiver Antirassismus-Kampagnen. Organisatorinnen, Organisatoren und Teilnehmende nutzten den Tag, um ihr klares Bekenntnis gegen Diskriminierung zu erneuern.

Quelle