Tausende protestieren in Köln gegen Merz' umstrittene Migrationspolitik
Hilde KochTausende protestieren in Köln gegen Merz' umstrittene Migrationspolitik
Große Demonstration in Köln: "Menschenrechte verteidigen – Stoppt Merz' Politik"
Am Sonntag fand in Köln eine große Kundgebung unter dem Motto "Menschenrechte verteidigen – Stoppt Merz' Politik" statt. Rund 1.500 Menschen versammelten sich – deutlich mehr als die von den Veranstaltern offiziell angemeldeten 500 Teilnehmer. Die Demonstration erfolgte vor dem Hintergrund anhaltender Kontroversen um jüngste Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu Migration und dem "städtischen Landschaftsbild" Deutschlands.
Organisiert wurde die Kundgebung von einem Bündnis verschiedener Gruppen, darunter Seebrücke Köln, Fridays for Future Köln und Medical Solidarity International. Weitere beteiligte Initiativen waren SOS Humanity, der Kölner Spendenkonvoi, Resist Köln sowie Youth for Climate Köln. Bereits in der vergangenen Woche hatten in mehreren Städten Proteste gegen Merz' Politik stattgefunden.
Redner:innen auf der Veranstaltung forderten eine Stärkung der Seenotrettung für Geflüchtete im Mittelmeer. Zudem verlangten sie bezahlbaren Wohnraum, Gerechtigkeit für Palästina und einen entschiedenen Widerstand gegen die rechtsextreme AfD. Viele betonten die Notwendigkeit einer solidarischen Gesellschaft, in der Migration als Normalität akzeptiert und das Asylrecht geschützt wird.
Auslöser der Debatte waren Merz' Aussagen vom Oktober, als er im Zusammenhang mit Migration und Abschiebungen von einem "Problem im städtischen Landschaftsbild" sprach. Seine Worte lösten eine bundesweite Diskussion aus und führten zu zahlreichen Protesten in verschiedenen Städten.
Die Demonstration am 2. November 2025 stieß auf breite öffentliche Unterstützung – die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf das Dreifache der erwarteten Menge. Die Veranstalter haben die Dokumentation der Kundgebung bis zum 2. November 2027 zugänglich gemacht. Die Proteste spiegeln eine wachsende Opposition gegen Merz' migrations- und sozialpolitische Pläne wider.






