Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreisschock in die neue Saison
Felicia BeyerVerhindert der Spritpreis Besuche in Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreisschock in die neue Saison
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf die neue Saison vor – trotz Sorge vor steigenden Spritkosten
Trotz wachsender Bedenken wegen der stark gestiegenen Kraftstoffpreise machen sich Thüringens Freilichtmuseen für die neue Saison bereit und heißen Besucher willkommen. Mehrere wichtige Standorte, darunter Hohenfelden und die Thüringer Bauernhäuser, öffnen mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen ihre Pforten. Doch die explodierenden Benzin- und Dieselpreise könnten manche davon abhalten, die Reise anzutreten.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden, das größte Thüringens, öffnet am 28. März wieder seine Hauptflächen. Zudem entsteht ein neues Besucherzentrum, das voraussichtlich bis Ende Mai fertiggestellt wird. Um den Gästen die hohen Spritkosten zu ersparen, startet das Museum ab Ostern einen Weekend-Busshuttle ab Erfurt.
Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt folgen am 1. April mit verbesserten Angeboten und einem prall gefüllten Veranstaltungskalender. Zu den Highlights zählen das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kinoabende, Sommertheateraufführungen und die Rudolstädter Sommerkonzerte. Beliebte Rückkehrer wie der Handwerkertag, das Museumsfest, der Schäfertag und ein erweiterter Thüringer Käsemarkt werden ebenfalls Besucher anlocken.
Das Kloster Veßra hat seine Ausstellungen überarbeitet und alte Stallungen für neue Präsentationen umgenutzt. In diesem Jahr wartet eine Sonderausstellung über Frauen in der Landwirtschaft sowie das Elektronische Musikfestival "Klosterklang". Das Freilichtmuseum Funkenburg in Westgreußen öffnet trotz finanzieller Schwierigkeiten wie gewohnt zu Ostern. Besucher können eine Ostereiersuche, ein Ostercafé und später im Jahr eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit, das Funkenburg-Fest sowie eine historische Handwerkswoche im September erleben.
Doch die steigenden Spritpreise drohen, die Besucherzahlen zu drücken. Seit Beginn des Iran-Konflikts sind die Dieselkosten in Deutschland um 54,5 Cent pro Liter auf 2,29 Euro Mitte März 2026 gestiegen – fast auf dem Niveau des Rekordhochs von 2022. Auch Benzin verteuerte sich um 30,8 Cent pro Liter. Da viele Museen wie Hohenfelden ohne Auto schwer erreichbar sind, könnten die gestiegenen Reisekosten manche abschrecken.
Die Museen setzen in dieser Saison auf eine Mischung aus neuen Ausstellungen, Veranstaltungen und Verkehrsangeboten, um Besucher anzulocken. Angesichts der fast rekordhohen Spritpreise bleibt die Besucherbeteiligung jedoch eine Herausforderung. Der Erfolg des Weekend-Shuttles und die Attraktivität der Sonderveranstaltungen werden entscheidend sein, um trotz der finanziellen Belastung Publikum zu gewinnen.






