Uni Duisburg-Essen startet Milliardenprojekt für lebendigen Campus in Essen
Maria-Luise KensyUni Duisburg-Essen startet Milliardenprojekt für lebendigen Campus in Essen
Großprojekt "Big Picture Essen": Uni Duisburg-Essen verwandelt ihren Essener Campus
Der Essener Campus der Universität Duisburg-Essen steht vor einem umfassenden Umbau im Rahmen des Projekts Big Picture Essen. In den nächsten zehn Jahren soll die Fläche für Forschung und Lehre um 30 Prozent erweitert werden, während der Standort gleichzeitig zu einem lebendigeren sozialen Treffpunkt für Studierende und Mitarbeiter wird. Die Umgestaltung kommt mit einem stolzen Preis – die Kosten liegen im mittleren dreistelligen Millionenbereich – doch sie soll die Infrastruktur modernisieren und die Verbindung zur Innenstadt stärken.
Die Bauarbeiten haben bereits begonnen: Hörsäle und Seminarräume werden aktuell saniert, erste Verbesserungen könnten bereits in diesem Jahr abgeschlossen sein. Doch die Pläne gehen über den akademischen Bereich hinaus: Geprüft werden etwa eine Kita und eine Freiluft-Sportanlage, um den Bedürfnissen der wachsenden Hochschulgemeinschaft gerecht zu werden.
Auch die Arbeitswelt auf dem Campus wird sich wandeln. Viele klassische Büros weichen offenen Arbeitsbereichen mit Lounge-Zonen – teilweise sogar mit Büroschaukeln. Zudem wurden ein neues Wasserforschungszentrum sowie ein eigenes Gebäude für die chemische Ausbildung genehmigt, was die wissenschaftliche Ausrichtung des Standorts unterstreicht.
Um die Anbindung an die Essener Innenstadt zu verbessern, entsteht eine Übergangszone für urbanes Gärtnern und kulturelle Veranstaltungen. Damit soll die Grenze zwischen Campus und Stadt verwischt, der Bereich für alle zugänglicher und attraktiver werden.
Die vollständige Modernisierung des Essener Campus wird voraussichtlich etwa ein Jahrzehnt dauern. Nach Abschluss werden die erweiterten Räumlichkeiten, sozialen Begegnungsstätten und die verbesserte Infrastruktur sowohl das akademische Leben als auch das Gemeinschaftsgefühl prägen. Das Projekt zählt zu den größten Investitionen in die Zukunft der Universität – mit langfristigen Vorteilen für Forschung, Lehre und die städtische Vernetzung.






