Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem Tabletten-System
Maria-Luise KensyUniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem Tabletten-System
Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten
Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes System zur Medikamentenvergabe aus und versorgt damit künftig bis zu 600 Patientenbetten. Der Schritt folgt auf jahrelange positive Erfahrungen mit der Technologie, die die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals bereits spürbar verringert hat. Bald werden auch andere deutsche Krankenhäuser nachziehen müssen – denn neue Vorschriften machen es zur Pflicht.
Bereits 2018 führte die Kölner Klinik als eine der ersten in Deutschland die automatisierte Tablettenausgabe ein. Das System setzt auf vorverpackte, beschriftete Tabletten und macht es überflüssig, dass Pflegekräfte Medikamente manuell sortieren und verteilen. Das spart nicht nur Zeit, sondern verringert auch das Risiko von Dosierungsfehlern.
Herkömmliche Tablettenboxen aus Aluminiumfolie und Kunststoff, die für siebentägige Vorräte gedacht sind, werden nach Gebrauch entsorgt, um Keimübertragungen zu vermeiden. Das neue System reduziert den Plastikmüll, da die Einwegbehälter entfallen. Die Steigerung von Effizienz und Hygiene hat die Klinik dazu bewogen, die Technologie weiter auszubauen.
Ab 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche automatisierte Systeme einführen – andernfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen. Ziel der Regelung ist es, das Medikamentenmanagement zu modernisieren und Pflegekräfte für wichtigere Aufgaben in der Patientenversorgung zu entlasten.
Mit der Erweiterung in Köln profitieren nun Hundert weitere Patienten von der automatisierten Tablettenausgabe. Die Vorteile des Systems – weniger Abfall, bessere Hygiene und eine Entlastung des Pflegepersonals – sind längst bewiesen. Angesichts der bevorstehenden flächendeckenden Einführung könnte der Kölner Ansatz bald zum Standard in ganz Deutschland werden.






