19 March 2026, 14:31

Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter protestieren gegen drastische Mietsteigerungen

Schwarze und weiße Architekturdarstellung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als das erste Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Plänen und Text.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter protestieren gegen drastische Mietsteigerungen

Deutschlands größter Vermieter Vonovia verzeichnete 2025 einen deutlichen Gewinnanstieg. Die gestiegenen Mieten, Immobilienverkäufe und Zusatzdienstleistungen trieben das Ergebnis des Konzerns in die Höhe. Doch die drastischen Mieterhöhungen und die aggressive Schuldenabbau-Strategie stoßen bei Mietervereinen auf scharfe Kritik.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg im vergangenen Jahr um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn legte um 5,3 % zu und erreichte 1,54 Milliarden Euro. Die Aktionäre können sich über eine Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie freuen.

Ein zentraler Wachstumstreiber waren die Mieteinnahmen: Die durchschnittliche Monatsmiete im gesamten Portfolio kletterte um 4,6 % auf 8,38 Euro pro Quadratmeter. Der Deutsche Mieterbund wirft Vonovia jedoch vor, die Mieten über die gesetzlichen Grenzen hinaus zu treiben, und bezeichnet die Erhöhungen als "überzogen".

Um die Schuldenlast zu verringern, hat das Unternehmen seine Verkaufspläne beschleunigt. Allein 2025 veräußerte es 2.333 Wohnungen und plant, in den kommenden Jahren jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten abzugeben. Auch nicht zum Kerngeschäft zählende Vermögenswerte wie Seniorenheime und Minderheitsbeteiligungen könnten auf den Markt kommen.

Ende 2025 besaß Vonovia noch rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Marktwert von 84,4 Milliarden Euro. Trotz der Verkäufe bleibt das Unternehmen expansiv: Aktuell entstehen 4.200 Neubauten, und langfristig sind auf eigenen Grundstücken über 65.000 zusätzliche Wohnungen geplant.

Die Finanzzahlen von Vonovia zeigen ein kräftiges Wachstum bei Mieteinnahmen und Gewinnen. Der Konzern wird seine Schulden weiter durch Immobilienverkäufe abbauen und gleichzeitig in Neubauprojekte investieren. Mietervereine üben indes weiterhin Kritik an der Mietpreispolitik und deren Folgen für die Bezahlbarkeit von Wohnraum.

Quelle