16 March 2026, 22:25

Wiesbadens Kürbissuppen-Festival begeistert mit Kunst, Musik und skurrilen Traditionen

Ein Plakat mit einem Tisch voller Kürbisse, umgeben von Skulpturen und Blumen, mit dem Text "Kürbisdekorationen aus dem 18. Jahrhundert" unten.

Wiesbadens Kürbissuppen-Festival begeistert mit Kunst, Musik und skurrilen Traditionen

Wiesbadens Kürbissuppen-Festival lockte am Samstagmorgen etwa zwei Dutzend Besucher an. Die Veranstaltung im malerischen Churpark verband Kunst, Musik und kulinarische Genüsse zu einem ganz besonderen Fest. Im Mittelpunkt stand eine wachsende Kürbisskulptur, die mittlerweile jedes Jahr zum meistfotografierten Kunstwerk der Stadt wird.

Eröffnet wurde das Festival mit einer skurrilen Tradition: Wer eine Schüssel der gespendeten Suppe erhalten wollte, musste zunächst die "Ode an den Kürbis" anstimmen. Das Lied hatte der Wiesbadener Künstler Volker Kutscher eigens für den Anlass gedichtet. Nach dem Gesang genossen die Gäste warme Kürbissuppe und tauschten sich über Rezepte aus – mit Zutaten wie Orangensaft, Kokosmilch, frischen Kräutern oder sogar Riesling und Champagner.

Höhepunkt des Festivals war die Kürbisskulptur, die ursprünglich 2004 für den Wiesbadener "Kunstsommer" geschaffen worden war. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ihr Design weiter, und heute steht sie neben dem Wochenmarkt – ein Wunsch der Bürger, die sich einen zentraleren Standort wünschten. Unter dem Motto "Geben und Nehmen" wurden Geschichten und Gerichte ausgetauscht, was Kulturen und Generationen zusammenbrachte.

Die herbstliche Atmosphäre des Churparks – geprägt von orangen Kürbissen und historischen Gebäuden – verlieh dem Festival zusätzlichen Charme. Anders als andere lokale Kunstprojekte besticht diese Veranstaltung durch die Verbindung von interaktiver Skulptur und kulinarischem Austausch und ist längst eine liebgewonnene Wiesbadener Tradition.

Das Festival bot Raum für Gemeinschaft durch Essen, Kunst und Gesang. Die Kürbisskulptur, mittlerweile ein festes Element in Marktnähe, wird auch in Zukunft weiterwachsen und sich verändern. Die Organisatoren hoffen, dass die Mischung aus Kreativität und Gemeinschaftssinn die Besucher auch künftig anzieht.

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