24 March 2026, 02:22

Wohnbauprojekt in Willich-Moltkedorf spaltet Anwohner und Stadtverwaltung

Eine belebte Stadtstraße mit fahrenden Fahrzeugen und Fußgängern, im Hintergrund ein Gebäude mit der Aufschrift 'Better Living Tile and Bath Center' unter einem bewölkten Himmel mit sichtbaren Strommasten und -leitungen.

Wohnbauprojekt in Willich-Moltkedorf spaltet Anwohner und Stadtverwaltung

Ein geplantes Wohnbauprojekt im Willicher Stadtteil Moltkedorf stößt auf starken Widerstand bei Anwohnern. Die Stadt plant den Bau von 200 neuen Wohneinheiten auf einem 2,9 Hektar großen Gelände, um den dringenden Wohnraumbedarf zu lindern. Doch viele Bewohner befürchten, dass das Vorhaben Grünflächen zerstört, den Verkehr verschärft und das Gesicht des Viertels verändern wird.

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Kritiker haben bereits über 70 Unterschriften gegen die aktuelle Planung gesammelt, weitere sollen folgen. Ihre Bedenken reichen von ökologischen Schäden bis zu praktischen Problemen wie Parkplatzmangel und der Zufahrt für Rettungsfahrzeuge.

Das ursprüngliche Konzept für Moltkedorf sieht Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Mehrfamilienwohnungen vor, die um begrünte Innenhöfe gruppiert sind. Rad- und Fußwege sollen die Kruse-Straße mit der Straße An Liffersmühle verbinden, während ein Einbahn-Kreislaufsystem die Erschließung des Gebiets übernehmen soll. Der Zugang erfolgt über die Moltkestraße, wobei Stellplätze, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage geplant sind.

Die Anwohner bringen zahlreiche Einwände vor. Sie fürchten, dass die viergeschossigen Gebäude über die benachbarten Kleingartenanlagen ragen und so Aussicht sowie Sonneneinstrahlung versperren. Besonders kritisch sehen sie den Verlust eines Grünstreifens an der Moltkestraße 31–35, der derzeit als Lebensraum für Tiere dient und als natürliche Barriere wirkt.

Verkehrs- und Infrastrukturprobleme stehen ebenfalls im Mittelpunkt der Diskussionen. Anwohner erwarten Staus, Parkplatznot und Verzögerungen für Einsatzfahrzeuge. Viele hinterfragen die Logik, Grünflächen zu reduzieren, die doch für die Regenwasseraufnahme, Kühlung und Artenvielfalt essenziell sind. Eine gemeinsame Stellungnahme, unterstützt von über 70 Unterschriften, unterstreicht diese Punkte und fordert ein Umdenken.

Zudem plant die Stadt, die Flüchtlingsunterkunft in Moltkedorf bis Ende des Jahres zu schließen. Obwohl der Wohnraumbedarf dringend ist, argumentieren Anwohner, dass der aktuelle Entwurf Entwicklung und ökologische sowie soziale Belange nicht ausbalanciert.

Die Debatte um die Zukunft Moltkedorfs geht weiter, wobei sich die Bewohner für Änderungen am Plan einsetzen. Ihre Petition, die mittlerweile über 70 Unterschriften zählt, verlangt eine Neugestaltung, die Grünflächen erhält und Verkehrsprobleme löst. Nun muss die Stadt entscheiden, ob sie das Projekt anpasst oder trotz wachsender Opposition wie geplant umsetzt.

Quelle