24 May 2026, 06:32

"Zwei Hasen auf einmal": Eine skurrile Komödie zwischen Odessa und Moderne

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"Zwei Hasen auf einmal": Eine skurrile Komödie zwischen Odessa und Moderne

Das Theater „Komediya“ aus Nischni Nowgorod bringt eine frische Interpretation von Zwei Hasen auf einmal auf die Bühne

Die lebendige musikalische Farce setzt die klassische Geschichte verwechseltem Liebeswerbens neu in Szene – statt in Kiew spielt die Handlung nun im Odessa der 1920er-Jahre. Regisseurin Anna Feketa verleiht der Inszenierung einen kühnen, modernen Touch, ohne dabei die ursprüngliche Handlung zu verändern.

Im Mittelpunkt steht Swirid Petrowitsch Golochwastow, ein schlauer Schurke, den Maksim Michaljow verkörpert. Aus Verzweiflung willigt er in eine lieblose Ehe ein – doch seine Pläne geraten ins Wanken, als er sich in ein Netz aus Missverständnissen verstrickt. Pronsja, ein naives Landmädchen, entwickelt sich zur eigentlichen Protagonistin der Geschichte. Ihr Weg von der provinziellen Träumerin zur Frau, die das wahre Glück entdeckt, treibt die Handlung voran.

Feketas Version setzt auf das Genre der skurrilen Komödie: Überzeichnete Figuren und messerscharfer Witz prägen die Bühne. Die im Art-Déco-Stil gestalteten Bühnenbilder von Alexander Nedelko versetzen das Publikum in die glamourös-chaotische Ära der Neuen Ökonomischen Politik (NEP). Mittendrin erweist sich Olgas Konowalowas Khimka, das schlagfertige Dienstmädchen, als einzige Stimme der Vernunft.

Anders als die bekannte sowjetische Verfilmung überrascht diese Inszenierung mit einem unerwarteten Finale. Das Publikum lacht nicht nur über die Figuren, sondern auch über sich selbst – dank der klugen Ironie des Stücks.

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Die Macher wollten eine Produktion schaffen, die dem Original treu bleibt und zugleich modernes Publikum begeistert. Herausgekommen ist eine optisch opulente, witzige Farce, die Tradition und Innovation vereint. Das überraschende Ende und die mitreißende Energie machen das Stück bereits jetzt zu einem Highlight im Spielplan des Theaters.

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