Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf alter Deponie
Auf einer ehemaligen Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht ein großes Solarpark-Projekt
Nach der Genehmigung durch den Kreis Borken wird auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte ein großer Solarpark gebaut. Das Vorhaben soll brachliegendes Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energie verwandeln und gleichzeitig die Kosten für die ansässige Bevölkerung senken. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Bauleitung sowie den späteren Betrieb.
Die Deponie in Ahaus-Alstätte wurde 2005 geschlossen und lag seitdem fast zwei Jahrzehnte lang ungenutzt. Aufgrund anhaltender Setzungsbewegungen des Bodens kamen nur wenige alternative Nutzungsmöglichkeiten infrage – ein Solarpark erwies sich daher als eine der praktikabelsten Lösungen.
Das Projekt reiht sich in ähnliche Initiativen in Nordrhein-Westfalen ein. In den vergangenen fünf Jahren wurden stillgelegte Deponien in Marl (2022), Köln (2023) und Duisburg (2024) zu Solarparks umfunktioniert, die jeweils zwischen 3,5 und 5 Megawatt (MW) Leistung erbringen.
Der neue Solarpark könnte zudem die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie um etwa 100.000 Euro reduzieren. Diese Einsparungen könnten helfen, die Müllgebühren für die Haushalte vor Ort zu senken. Darüber hinaus wird geprüft, ob der Standort für Energiespeicherlösungen genutzt werden kann – etwa durch große Batterien, um überschüssigen Windstrom zu speichern.
Um staatliche Fördermittel zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein. Die AWM begleitet das Projekt von der Planung bis zur Fertigstellung.
Aus einer stillgelegten Deponie wird so eine Anlage für erneuerbare Energien. Bei termingerechter Fertigstellung könnte das Vorhaben nicht nur die lokalen Abfallgebühren verringern, sondern auch regionale Pläne zur Energiespeicherung unterstützen. Das Projekt folgt dem aktuellen Trend in Nordrhein-Westfalen, wo ehemalige Deponien zunehmend für die Solarstromerzeugung genutzt werden.