02 May 2026, 18:33

Bergisch Gladbach meldet Rekorddefizit von 44 Millionen Euro im Jahr 2024

Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern sogar noch mehr für Wohlhabende und große Unternehmen."

Bergisch Gladbach meldet Rekorddefizit von 44 Millionen Euro im Jahr 2024

Die Stadt Bergisch Gladbach hat das schlechteste Finanzjahr seit langem gemeldet. Der Jahresabschluss 2024 weist ein vorläufiges Defizit von 44 Millionen Euro auf – die erste deutlich negative Bilanz in der jüngeren Geschichte. In ganz Nordrhein-Westfalen sieht die Lage ähnlich düster aus: Nur 16 von 427 Kommunen haben es in diesem Jahr geschafft, ihren Haushalt auszugleichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Stand Dezember 2023 verfügte Bergisch Gladbach noch über eine Ausgleichsrücklage von 138 Millionen Euro. Dennoch fiel das Fehlbetrag 2024 mit 44 Millionen Euro um rund 20 Millionen Euro geringer aus als die prognostizierten 63,3 Millionen Euro. Trotz dieser leichten Entlastung bleibt die Perspektive besorgniserregend.

Für 2025 wird ein jährliches Defizit von 54 Millionen Euro erwartet – eine Verbesserung gegenüber der früheren Schätzung von 60,4 Millionen Euro. Dennoch rechnet die Stadt für 2026 mit einem Fehlbetrag von etwa 2 Millionen Euro bei den Personalkosten und 3,7 Millionen Euro bei den Sachausgaben. Die Verwaltung plant, den Haushaltsentwurf für 2026 im Dezember dem Rat vorzulegen.

Die Bertelsmann Stiftung bestätigt in ihrem Kommunalfinanzbericht 2025 die Krise: 2024 markiert demnach einen Wendepunkt für die kommunalen Haushalte. Das gesamte kommunale Defizit in Deutschland beläuft sich mittlerweile auf 24,8 Milliarden Euro. Als Reaktion fordert der Städte- und Gemeindebund NRW das Land auf, mindestens 78 Prozent der Bundesmittel an die klammenden Kommunen weiterzugeben.

Bergisch Gladbachs finanzielle Belastung spiegelt einen landesweiten Trend in Nordrhein-Westfalen wider. Mit wachsenden Defiziten und schrumpfenden Rücklagen steht die Stadt in den kommenden Jahren vor schwierigen Entscheidungen. Der Haushaltsentwurf für 2026, der im Dezember vorgelegt werden soll, wird mit Spannung erwartet – denn die Verantwortlichen suchen dringend nach Wegen, die Finanzen zu stabilisieren.

Quelle