Düsseldorfer Demonstration fordert schärfere Kontrolle rechtsextremer Parteien wie der AfD
Felicia BeyerDüsseldorfer Demonstration fordert schärfere Kontrolle rechtsextremer Parteien wie der AfD
Demonstration in Düsseldorf fordert Überprüfung rechtsextremer Parteien
Am Samstag, dem 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" ruft die Demonstration zu einer offiziellen Bewertung aller Gruppen auf, die vom Bundesverfassungsgericht als extremistisch eingestuft wurden. Unterstützer versammeln sich ab 14:00 Uhr vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen, um Druck für konkrete Maßnahmen auszuüben.
Hinter der Aktion steht der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi), der sich für demokratische Werte einsetzt und Extremismus entgegentritt. Weitere Informationen sind auf der Website www.gl-devi.de sowie auf den Social-Media-Kanälen des Vereins unter @gl.de.vi (Instagram, Facebook, TikTok) zu finden. Details zur Demonstration gibt es zudem auf www.pruef-demos.de.
Teilnehmer werden aufgefordert, sich um 12:33 Uhr am Gleis 1 des Bahnhofs Bergisch Gladbach zu treffen, um gemeinsam nach Düsseldorf zu reisen. Im Fokus der Veranstaltung steht insbesondere die AfD, die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai 2025 als "gesicherten rechtsextremen Bestrebungszusammenhang" einstuft. Zwar wurde diese Einordnung im Februar 2026 vorläufig vom Kölner Verwaltungsgericht ausgesetzt, doch bleibt die Partei unter Beobachtung. Mehrere Landesverbände – darunter Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt – wurden rechtlich als rechtsextrem bestätigt, während Niedersachsen im Februar 2026 ebenfalls diese Einstufung erhielt. Auch die inzwischen aufgelöste "Junge Alternative", die ehemalige Jugendorganisation der AfD, galt vor ihrer Schließung im März 2025 als extremistisch.
Der Bundesrat könnte eine solche Überprüfung mit einfacher Mehrheit einleiten. Bereits mehrere Bundesländer haben ihre Unterstützung signalisiert, doch Nordrhein-Westfalen hat sich bisher nicht angeschlossen.
Ziel der Demonstration ist es, die Behörden zum Handeln zu bewegen und Parteien mit rechtsextremen Verbindungen einer Prüfung zu unterziehen. Da bereits mehrere Länder die Initiative befürworten, hoffen die Organisatoren, dass der Protest Nordrhein-Westfalen zum Mitmachen bewegt. Die Veranstaltung bietet Bürgern zudem eine Plattform, um ihre Sorgen über politischen Extremismus zu äußern – noch vor möglichen rechtlichen Schritten.