13 March 2026, 18:24

Ford baut in Köln fast 3.000 Stellen ab – Elektroflaute trifft Arbeitsplätze

Ein Plakat mit einem Auto und Text, der einen Steuervorteil von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford baut in Köln fast 3.000 Stellen ab – Elektroflaute trifft Arbeitsplätze

Fords Werk in Köln hat im vergangenen Jahr fast 3.000 Stellen abgebaut – Teil einer umfassenden Sparoffensive. Der Personalabbau folgt auf die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, die das Unternehmen zwang, die Produktion zurückzufahren. Den Beschäftigten wurden freiwillige Abfindungsprogramme angeboten, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

Die Entlassungswelle begann Anfang 2024, als Ford nahezu 1.000 Produktionsstellen abrupt strich. Das Werk stellte von Zwei- auf Einschichtbetrieb um, nachdem die Verkaufszahlen der Elektromodelle hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Dieser Schritt erfolgte nach Jahren hoher Investitionen in die Modernisierung des Kölner Standorts für die E-Auto-Produktion.

Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen freiwillige Abfindungsangebote an, weitere 800 Arbeitsplätze wurden an externe Investoren übertragen. Damit erreichte das Unternehmen das im vergangenen Sommer gesetzte Ziel, 2.900 Stellen abzubauen. Noch 2019 beschäftigte das Werk 18.000 Menschen – nun wird die Belegschaft bald auf unter 9.000 sinken.

Das Unternehmen hatte mit finanziellen Verlusten zu kämpfen, da der Absatz von Elektrofahrzeugen hinter den Prognosen zurückblieb. Trotz Milliardeninvestitionen in die Aufrüstung des Kölner Werks zwang die zögerliche Marktnachfrage Ford zu einem Umstrukturierungskurs.

Mit der nun reduzierten Belegschaft erwartet Ford, durch die Einsparungen wieder profitabel zu arbeiten. Die Zahl der Beschäftigten im Kölner Werk wird von etwa 10.500 auf unter 9.000 sinken, sobald alle Maßnahmen greifen. Durch freiwillige Abgänge und Stellenübertragungen konnte das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen vermeiden.

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