Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW
Stephen SchleichStreit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW
Fortuna Düsseldorf bleibt in einen Rechtsstreit mit dem Land Nordrhein-Westfalen um 1,7 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen verwickelt. Die Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, ob der Verein die während der Pandemie erhaltenen Gelder zurückzahlen muss. Bisherige Gerichtsentscheidungen brachten gemischte Ergebnisse für beide Seiten.
Der Konflikt eskalierte, als das Land die Rückforderung geltend machte – mit der Begründung, die finanziellen Probleme von Fortuna Düsseldorf seien nicht allein auf die Pandemie-Beschränkungen, sondern auch auf den Abstieg in die 2. Bundesliga 2020 zurückzuführen. Der Verein widersprach und verwies auf Verluste durch Geisterspiele, die eine direkte Folge der Corona-Maßnahmen gewesen seien.
Im April 2025 entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf zugunsten des Clubs und blockierte die Rückforderung der 1,7 Millionen Euro. Das Gericht kritisierte zudem uneinheitliche Maßstäbe bei der Verteilung der Hilfen an andere Vereine. Das Land legte jedoch Berufung ein, sodass die Mittel weiterhin blockiert sind – was Fortuna Düsseldorf als Wettbewerbsnachteil im Ligabetrieb bezeichnet.
Das Oberverwaltungsgericht Münster schlug später vor, das Verfahren einzustellen, hielt aber eine teilweise Rückzahlung für vertretbar. Beide Seiten haben nun etwa vier Wochen Zeit, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Dies würde voraussetzen, dass der Verein seine Klage teilweise zurückzieht, im Gegenzug für eine reduzierte Rückforderungsforderung.
Der juristische Machtkampf geht weiter: Fortuna Düsseldorf steht unter Druck, einen Kompromiss zu finden oder weitere Verzögerungen zu riskieren. Scheitern die Verhandlungen, könnte sich der Fall hinziehen – und die 1,7 Millionen Euro bleiben vorerst in der Schwebe. Die Entscheidung wird zeigen, ob der Verein die volle Förderung behalten darf oder einen Teil an das Land zurückerstatten muss.






