Radrennbahn wird bis 2029 zum klimaneutralen Sportparadies umgebaut
Felicia BeyerRadrennbahn wird bis 2029 zum klimaneutralen Sportparadies umgebaut
Großes Modernisierungsprojekt für die Radrennbahn geplant
Die Radrennbahn soll im Rahmen eines umfassenden Sanierungsvorhabens modernisiert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Zu den geplanten Aufwertungen gehören neue Trainingsbereiche, verbesserte Sicherheitsvorkehrungen sowie der Umstieg auf erneuerbare Energien. Bei Bewilligung der Mittel könnten die Arbeiten 2027 beginnen und bis Ende 2029 abgeschlossen werden.
Das bestehende Heizsystem wird durch eine groß dimensionierte Wärmepumpe ersetzt, wodurch die Abhängigkeit von Gasheizungen und fossilen Spitzenlasten entfällt. Strahlungsheizpaneele an der Decke sowie ein schwebendes, ovales Heizsegel über der Bahn sorgen für eine effiziente Wärmeverteilung. Auch die Gebäudesteuerung wird modernisiert: Künftig sollen temperaturregelnde Anpassungen an Wetterbedingungen, nächtliche Abschaltungen und eine flexible Steuerung möglich sein.
An der Nordostseite entsteht ein zweistöckiger Anbau mit neuen Trainings- und Sporträumen, Umkleidekabinen sowie Verwaltungsbüros für den Radsportverband. Die Radrennbahn selbst wird den Standards des Weltradsportverbandes UCI (Union Cycliste Internationale) entsprechen – unter anderem wird die Barrierenhöhe auf 1,40 Meter angehoben und zusätzliche Sicherheitszonen eingerichtet. Eine indoor- und outdoor-Rampenanlage mit Tunnel ermöglicht barrierefreien Zugang, ohne die Bahn kreuzen zu müssen.
Erneuerbare Energien spielen eine zentrale Rolle: Eine 140-Kilowatt-Peak-Photovoltaikanlage soll vor Ort Strom erzeugen. Das Projekt qualifiziert sich für Fördermittel im Bereich Energieeffizienz und zielt darauf ab, den Primärenergiebedarf um mindestens 50 Prozent zu senken.
Die Sanierung wird die Bedingungen für Wettkampfsport, Schulsport und Freizeitaktivitäten deutlich verbessern und gleichzeitig den Energieverbrauch drastisch reduzieren. Baubeginn ist für 2027 vorgesehen – vorbehaltlich der Mittelbewilligung –, die Fertigstellung wird für Ende 2029 erwartet. Die Modernisierung bringt die Anlage auf den Stand aktueller Nachhaltigkeits- und Barrierefreiheitsstandards.






