Glasfaserausbau in Elmpt gestoppt – trotz großer Nachfrage und Verträgen
Maria-Luise KensyGlasfaserausbau in Elmpt gestoppt – trotz großer Nachfrage und Verträgen
Deutsche Glasfaser stoppt Glasfaserausbau in Elmpt
Deutsche Glasfaser hat bekannt gegeben, den Ausbau ihres Glasfasernetzes im Niederkrüchtener Ortsteil Elmpt nicht fortzuführen. Diese Entscheidung fällt trotz vorheriger Bemühungen des Bürgermeisteramts und lokaler Ehrenamtlicher, die sich für das Projekt eingesetzt hatten. Die Bewohner hatten großes Interesse gezeigt – es waren genug neue Verträge abgeschlossen worden, um eine wirtschaftliche Erschließung zu rechtfertigen.
Das Unternehmen hatte Anfang 2025 in Elmpt sein Nachfragebündelungsverfahren abgeschlossen und bestätigt, ausreichend Kundenverpflichtungen für eine kommerzielle Umsetzung gesammelt zu haben. Öffentliche Fördermittel oder größere administrative Unterstützung waren für das Vorhaben nicht erforderlich.
Doch weitere finanzielle Bewertungen deckten erhebliche Hindernisse auf. Frank Kriegers, der bereits frühere Infrastrukturprojekte für die Gemeinde begleitet hatte, nannte steigende Kosten und Ressourcenengpässe bei deutschen Netzbetreibern als Hauptgründe für den Stopp der Ausbaupläne.
Die Gemeinde Niederkrüchten rät Bürgern mit Fragen, sich direkt an Deutsche Glasfaser zu wenden. Aktuell verfügen bereits rund 96 Prozent der Haushalte in der Region über einen Internetanschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s, über 98 Prozent können mindestens 100 Mbit/s empfangen.
Deutsche Glasfaser hat bestätigt, dass Niederkrüchten vorerst – mindestens bis Ende 2027 – nicht in die Ausbaupläne einbezogen wird. Das Projekt in Elmpt wurde aufgrund finanzieller und betrieblicher Zwänge vorläufig eingestellt. Die bestehende Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsinternet in der Gemeinde bleibt jedoch flächendeckend.
