Großübung der Bundeswehr startet auf ehemaligem NATO-Gelände in Mönchengladbach
Maria-Luise KensyGroßübung der Bundeswehr startet auf ehemaligem NATO-Gelände in Mönchengladbach
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet auf dem Gelände des früheren Joint Headquarters (JHQ) in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Die einstige Schlüsselliegenschaft der britischen Streitkräfte und der NATO wird seit ihrer Schließung 2013 für Trainingszwecke genutzt. Anwohner müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass von der Übung keine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht.
Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr leitet die einwöchige Übung, die vom 13. bis 20. März 2026 stattfindet. Rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen werden an dem Manöver beteiligt sein. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationssystemen und -abläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen.
Das verlassene JHQ-Gelände erstreckt sich über 471 Hektar – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht – und bietet eine einzigartige Trainingsumgebung. Die verfallene städtische Infrastruktur ermöglicht realistische szenariobasierte Übungen. Auch Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams nutzen die Anlage regelmäßig für ihre Einsatztrainings.
Das JHQ wurde 1954 als Hauptquartier der britischen Streitkräfte eröffnet und war später in NATO-Operationen eingebunden. Seit der Schließung diente es unter anderem als Austragungsort für den traditionsreichen Internationalen Militärwettkampf Mönchengladbach, der seit über 40 Jahren stattfindet. Bei der aktuellen Übung kommen zur Sicherheit Platzpatronen statt scharfer Munition zum Einsatz.
Ziel des Manövers ist die Überprüfung der Einsatzbereitschaft der Truppen bei möglichst geringer Beeinträchtigung der umliegenden Region. Die Behörden haben die Bevölkerung darauf hingewiesen, dass laute Knallgeräusche Teil der Übung sind und keine Bedrohung darstellen. Das ehemalige JHQ-Gelände bleibt damit ein zentraler Ort für nationale und internationale Verteidigungsvorbereitungen.