Helios-Schule in Köln: Fertigstellung verzögert sich bis 2027 durch Baumängel und Kostenexplosion
Felicia BeyerHelios-Schule in Köln: Fertigstellung verzögert sich bis 2027 durch Baumängel und Kostenexplosion
Die Helios-Schule in Köln öffnet erst 2027 – drei Jahre später als geplant
Durch stark gestiegene Kosten und schwere Baumängel verzögert sich die Fertigstellung der Schule um Jahre. Hunderte Schüler müssen weiterhin in Provisorien unterrichtet werden. Eltern kündigen für November Proteste gegen die anhaltenden Verzögerungen an.
Ursprünglich sollte der Neubau der Helios-Schule 2024 für 92 Millionen Euro fertiggestellt werden. Doch Mängel an der Fassade und im Fundament erzwangen umfangreiche Nachbesserungen. Nach der Entdeckung schwerwiegender Fehler kündigte die Stadt Köln im vergangenen Jahr den Vertrag mit dem Fassadenbauer. Seither prüft ein neuer Gutachter die gesamte Bausubstanz.
Zusätzliche Probleme gab es bei der Haustechnik: Die Pläne für die Mess- und Regelungstechnik erwiesen sich als fünfmal komplexer als zunächst angenommen. Auch der Fachplaner für die Gebäudetechnik wurde nach weiteren Mängeln ausgetauscht.
Mittlerweile sind die Kosten auf 157 Millionen Euro explodiert – ein Plus von 65 Millionen. Da die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, lernen rund 1.000 Schüler weiterhin an drei Standorten in Containerklassen. Verärgerte Eltern haben für November eine Demonstration angekündigt, um Antworten auf die wiederholten Rückschläge zu fordern.
Die Fertigstellung der Helios-Schule ist nun für 2027 vorgesehen. Bis dahin dauern die Prüfungen und Sanierungsarbeiten an, während die Stadt weitere Mängel untersucht. Die Schüler bleiben vorerst in den provisorischen Unterrichtsräumen.






