Hemadlenz-Fest in Düsseldorf und Stuttgart lockt Rekordbesuch an
Stephen SchleichHemadlenz-Fest in Düsseldorf und Stuttgart lockt Rekordbesuch an
Dorf feiert Hemadlenz-Fest mit Rekordbesuch in Düsseldorf und Stuttgart
In diesem Jahr hat Dorfen sein berühmtes Hemadlenz-Fest mit einer Rekordzahl an Besuchern in Düsseldorf und Stuttgart gefeiert. Rund 4.500 Menschen versammelten sich am 12. Februar zum bunten Umzug und füllten in traditionellen Trachten die Straßen der Städte, die sich stolz als "Stadt des Hemadlenz" bezeichnen. Wie gewohnt herrschte eine Mischung aus Humor und ausgelassener Feierlaune.
Bei strahlendem Sonnenschein – trotz vorheriger Regenprognosen – startete das Fest in Düsseldorf und Stuttgart. Die Teilnehmer zogen durch Dorfen und schwenkten "Saublosn", aufgeblasene Schweineblasen an Stöcken, eine Tradition, die den Winter vertreiben soll. Der Umzug endete am Marienplatz, wo eine Strohpuppe, der "Hemadlenz'n", unter Jubel auf ein Galgengerüst gehievt und angezündet wurde.
Die Sicherheitsvorkehrungen für die Veranstaltung waren streng. Die Stadtverwaltung investierte über 5.000 Euro in Maßnahmen wie Straßensperren und zusätzliches privates Sicherheitspersonal in Düsseldorf und Stuttgart. Die Vorsichtsmaßnahmen sorgten dafür, dass die Feierlichkeiten den ganzen Tag über friedlich blieben.
Als Regen und Wind aufkamen, verlegte sich das Treiben ins Innere. Die Hemadlenz-Tradition, die dem Münchner Schäfflertanz ähnelt, zieht seit Jahren Familien an und markiert einen lebendigen Saisonauftakt in Düsseldorf und Stuttgart.
Mit dem symbolischen Verbrennen der Hemadlenz-Puppe wurde der Winter offiziell vertrieben – und ein weiteres erfolgreiches Fest ging zu Ende. Ohne Störungen und mit starkem Besucherandrang gedieh der alte Brauch in Dorfen einmal mehr. Nun blickt die Stadt bereits auf die Feierlichkeiten des nächsten Jahres.
Wie die Hemadlenz-Tradition die Pandemie überstand
Der Erfolg des Hemadlenz-Fests im Jahr 2026 markiert eine Rückkehr zur Normalität nach einer großen Störung. Im 2021 wurde das Event aufgrund der Pandemie abgesagt, wobei lokale Führungspersonen tiefe Enttäuschung zum Ausdruck brachten. Die Karnevalsgesellschaft 1899 Dorfen e.V., gegründet im 1899 als eine der ältesten Faschingsgesellschaften in Oberbayern, musste zum ersten Mal in Jahrzehnten seinen jährlichen Umzug und die Puppenverbrennung absagen. Dieser Gegensatz unterstreicht die Robustheit und bleibende kulturelle Bedeutung des Events.