18 March 2026, 08:20

KI-gestützte Telemedizin revolutioniert deutsche Intensivstationen mit Mona TeleICU

Eine Gruppe von Menschen in einem Krankenhauszimmer mit einem Mann, der ein Mikrofon hält, einem drapierten Bett auf der linken Seite, medizinischer Ausrüstung, einem Röntgengerät, einer Texttafel, einer Tür und Deckenleuchten.

KI-gestützte Telemedizin revolutioniert deutsche Intensivstationen mit Mona TeleICU

Clinomic: KI-gestützte Telemedizin für Intensivstationen aus Deutschland

Clinomic, ein 2019 gegründetes Gesundheits-Technologieunternehmen, hat mit Mona TeleICU eine Telemedizin-Plattform speziell für Intensivstationen entwickelt. Das System ist bereits in mehreren deutschen Krankenhausnetzwerken im Einsatz und ermöglicht schnellere Konsultationen sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen medizinischen Teams. Hinter der Plattform stehen zwei praktizierende Intensivmediziner, die künstliche Intelligenz, sicheren Datenaustausch und Echtzeit-Überwachung kombinieren, um die Patientenversorgung zu verbessern.

Die Entwicklung von Mona TeleICU geht auf Dr. Arne Peine, den technischen Leiter (CTO) des Unternehmens, und Dr. Lukas Martin, den Geschäftsführer (CEO), zurück. Beide sind weiterhin aktiv in der Intensivmedizin tätig und begleiten gleichzeitig die Weiterentwicklung der Plattform. Das System ist als medizinisches Produkt der Klasse IIa zertifiziert und erfüllt damit strenge Sicherheits- und Leistungsanforderungen.

Die Plattform überträgt Audio-, Video- und medizinische Daten direkt von angebundenen Geräten und gibt Ärztinnen und Ärzten so – unabhängig von ihrem Standort – einen umfassenden Überblick über den Patientenzustand. Sie ist mit dem Mona PDMS (Patienten-Daten-Management-System) verknüpft und nutzt den HL7-FHIR-Standard, um nahtlos mit anderen klinischen Systemen zusammenzuarbeiten. Sämtliche Datenübertragungen erfolgen über Ende-zu-Ende-verschlüsselte Peer-to-Peer-Verbindungen.

Künstliche Intelligenz spielt bei Mona TeleICU eine zentrale Rolle: Sie übernimmt Spracherkennung, Dokumentation und unterstützt klinische Entscheidungsprozesse. Clinomic betreibt eigene Spracherkennungssysteme in der Clinomic Cloud und behält so die volle Kontrolle über sensible Daten. Darüber hinaus ist das Unternehmen am EU-geförderten Projekt ICUdata4Europe beteiligt, das im Rahmen der European Health Data Space-Initiative (EHDS) Intensivmedizin-Daten für grenzüberschreitende Forschung und Innovation zugänglich machen soll.

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Obwohl Mona TeleICU für internationale Zusammenarbeit konzipiert ist, haben bisher keine EU-Länder öffentlich bekannt gegeben, mit Clinomic zusammenzuarbeiten, um die Plattform in ihre Telemedizin-Netzwerke zu integrieren.

Aktuell hilft Mona TeleICU deutschen Krankenhäusern, die Intensivmedizin durch sichere, KI-gestützte Telemedizin effizienter zu gestalten. Durch die Anbindung an bestehende klinische Systeme und die Einhaltung europäischer Datennormen positioniert sich die Plattform als Werkzeug für den lokalen Einsatz – mit Potenzial für künftige grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung. Eine offizielle Einführung außerhalb Deutschlands steht jedoch noch aus.

Quelle