Kinder bauen in Wuppertal eine Miniaturstadt und lernen Demokratie spielerisch
Maria-Luise KensyKinder bauen in Wuppertal eine Miniaturstadt und lernen Demokratie spielerisch
In Wuppertal haben 100 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren in einer Turnhalle ihre eigene Miniaturstadt aufgebaut. Das Projekt der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) ermöglicht es ihnen, Demokratie und städtisches Leben hautnah zu erleben.
Die Kinderstadt verfügt über funktionierende Regierungsbüros, Unternehmen und sogar ein Verkehrssystem. Straßen sind mit Schildern und Ampeln gekennzeichnet, und mit speziellen Führerscheinen dürfen die Kinder Tretautos steuern. Entscheidungen wie Steuersenkungen werden per direkter Abstimmung getroffen – so erhalten sie einen realistischen Einblick in politische Prozesse.
Im Laufe des Projekts übernehmen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Aufgaben wie Wählen, Arbeiten und die Gestaltung von Gesetzen. Ihre Stadt funktioniert wie eine echte: mit klaren Regeln und Verantwortlichkeiten. Den Abschluss bildet ein offizieller „Staatsempfang“, zu dem auch Politiker aus der Region als Gäste erwartet werden.
Die Initiative vermittelt Kindern auf praktische Weise, wie Demokratie und Stadtverwaltung funktionieren. Nach Wochen, in denen sie ihre eigene Gesellschaft organisiert haben, tauschen sie sich mit lokalen Amtsträgern über ihre Erfahrungen aus. Das Projekt bietet lebendigen Unterricht in bürgerlichem Engagement und Gemeinschaftsleben.






