28 March 2026, 14:27

Warendorf behält umstrittene Straßennamen – trotz Bürgerprotesten und Umbenennungsforderungen

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, einem Gehweg, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit einem Gebäude mit der Aufschrift "Capas Public Market" im Vordergrund.

Warendorf behält umstrittene Straßennamen – trotz Bürgerprotesten und Umbenennungsforderungen

Warendorfer Stadtrat behält Namen von drei Straßen bei – trotz Forderungen nach Änderung

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei Straßen trotz entsprechender Forderungen beizubehalten. Die Entscheidung folgt auf eine längere Debatte sowie die Empfehlung eines Bürgergremiums, die Straßen umzubenennen. Als Hauptgrund für die Ablehnung des Antrags wurden finanzielle Bedenken genannt.

Betroffen sind die Wagenfeldstraße, der Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße, die ihre bisherigen Bezeichnungen behalten. Eine Bürgerkommission hatte diese Straßen zuvor für eine mögliche Umbenennung vorgeschlagen, doch das Verfahren war im März 2026 aufgrund von Haushaltsengpässen ausgesetzt worden. Weitere Beratungen waren zwar für das nächste Haushaltsjahr geplant, letztlich wurden jedoch keine Änderungen beschlossen.

Die regierende Mehrheit aus Christlich Demokratischer Union (CDU) und Freien Wählergemeinschaft (FWG) argumentierte, dass die Austauschkosten für die Straßenschilder rund 5.700 Euro betragen würden. Ratsmitglied André Wenning (FWG) betonte, man habe die Wünsche der Anwohner über Umbenennungsbestrebungen gestellt. Kompromissvorschläge – etwa die Anbringung eines Zitats des Warendorfer Autors Paul Schallück – wurden abgelehnt.

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Reinhold Schoppmann, Vertreter des Bürgerbündnisses, kritisierte die Entscheidung des Rates scharf. Trotz der Ablehnung bleibt eine Tafel mit einem Zitat der Schriftstellerin Agnes Miegel weiterhin im Warendorfer Rathaus ausgestellt.

Mit dem Beschluss behalten die drei Straßen ihre bisherigen Namen. Weitere Umbenennungsverfahren sind vorerst nicht vorgesehen. Die Entscheidung unterstreicht, dass die Stadt vor allem budgetäre Erwägungen und die Meinung der Bürger in den Vordergrund stellt.

Quelle