Weihnachtsgeld für alle - breite Palette - Weihnachtsgeld 2024: Nur noch jeder Zweite bekommt die Sonderzahlung
Weniger als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland hat im vergangenen Jahr ein Weihnachtsgeld erhalten. 2024 bekamen nur noch 52 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bundesweit die Sonderzahlung. Ob es überhaupt gezahlt wird, hängt oft davon ab, ob der Job unter einen Tarifvertrag fällt.
Weihnachtsgeld ist in Deutschland gesetzlich nicht vorgeschrieben. Stattdessen regeln es Tarifverträge zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Beschäftigte in Branchen mit starker Tarifbindung haben daher deutlich bessere Chancen auf die Extra-Zahlung.
Die Höhe der Beträge variiert jedoch stark zwischen den Branchen. In der Landwirtschaft lag das durchschnittliche Weihnachtsgeld bei nur 255 Euro. Beschäftigte in der chemischen Industrie erhielten dagegen bis zu 130 Prozent eines Monatsgehalts. Andere Sektoren wie Energie, Süßwarenherstellung, die Deutsche Bahn, Banken und Transportlogistik zahlen sogar ein volles 13. Monatsgehalt.
Die Tarifbindung geht seit Jahren zurück. Bundesweit sind nur noch 49 Prozent der Beschäftigten tarifgebunden – ein Rückgang gegenüber früheren Werten. Nordrhein-Westfalen liegt mit 55 Prozent noch an der Spitze, doch selbst dort ist der Anteil seit 2018 von 60 Prozent gesunken.
Da immer weniger Arbeitnehmer durch Tarifverträge abgesichert sind, wird die Zahl derer, die Weihnachtsgeld erhalten, voraussichtlich weiter sinken. Die großen Unterschiede zwischen den Branchen sorgen zudem dafür, dass manche Beschäftigte deutlich mehr bekommen als andere. Bisher deutet nichts darauf hin, dass sich dieser Trend umkehren wird.






