Wissing attackiert FDP-Führung: "Libertärer Kurs bringt keine Wahlerfolge"
Stephen SchleichWissing attackiert FDP-Führung: "Libertärer Kurs bringt keine Wahlerfolge"
Der ehemalige FDP-Bundesgeschäftsführer Volker Wissing hat sich kritisch zur aktuellen Ausrichtung der Partei unter Christian Dürr geäußert. Seine Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Freien Demokraten auf ihrem Mai-Parteitag einen neuen Vorsitzenden wählen wollen. Wissing, der mittlerweile als parteiloses Kabinettsmitglied amtiert, fordert die FDP auf, ihre politische Zukunft klarer zu definieren.
Wissing hatte die FDP nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen. Trotz seines Austritts blieb er als unabhängiger Minister in der Regierung. Seine frühere Rolle als Bundesgeschäftsführer verleiht seinen jüngsten Äußerungen besonderes Gewicht.
Er wirft der FDP vor, sich unter Dürrs Führung zu weit nach rechts bewegt zu haben. Laut Wissing habe dieser "libertäre Kurs" keinen Wahl-Erfolg gebracht. Nun steht die Partei vor einer Kampfabstimmung zwischen Dürr und Henning Höne – die Entscheidung fällt im Mai.
Wissings zentrale Sorge gilt der inhaltlichen Ausrichtung der FDP. Er betont, die Partei müsse eine grundlegende Frage beantworten: Welche Zukunftsperspektive bietet sie den Wählern? Der Führungsstreit im Mai wird über die nächsten Schritte der Liberalen entscheiden. Wissings Kritik zeigt, wie tief die internen Gräben über den künftigen Kurs der Partei sind. Das Ergebnis könnte die Strategie der FDP für kommende Wahlen prägen.






