Wuppertal bekommt Deutschlands jüngste Oberbürgermeisterin – mit klarem Programm
Felicia BeyerWuppertal bekommt Deutschlands jüngste Oberbürgermeisterin – mit klarem Programm
Miriam Scherff ist als neue Oberbürgermeisterin von Wuppertal vereidigt worden – ein historischer Moment mit gleich zwei Premieren für die Stadt. Mit nur 34 Jahren wird sie nicht nur Deutschlands jüngste Oberbürgermeisterin, sondern auch die erste Frau in diesem Amt. Die Amtseinführung fand am 3. November 2025 statt, nachdem sie im September die Stichwahl mit einem Erdrutschsieg für sich entschieden hatte.
Bei der Wahl am 28. September sicherte sich Scherff fast 75 Prozent der Stimmen und besiegte damit ihren Konkurrenten Matthias Nocke, der zuvor als Stadtdirektor von Wuppertal amtierte und ihr nun als Untergebener zuarbeitet. Sie folgt auf Uwe Schneidewind von den Grünen, der nach fünf Jahren im Amt auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.
Im Wahlkampf hatte Scherff das Wirtschaftswachstum als zentrale Priorität hervorgehoben. Sie plant, die Attraktivität Wuppertals für Unternehmen zu steigern, innovative Firmen anzuziehen und bestehende Arbeitsplätze zu sichern. Doch ihre ersten Schritte gelten der Bildungspolitik: Sie will Sanierungen von Schulen beschleunigen und Neubauprojekte vorantreiben.
Die offizielle Übergabe der Amtskette erfolgt bei der ersten Ratssitzung nach ihrer Wahl. Ihre Amtszeit beginnt mit klaren Zielen: die Belebung der lokalen Wirtschaft bei gleichzeitiger Bewältigung dringender Aufgaben in der Jugendförderung und Infrastruktur.
Scherffs Wahl verändert die Führungsspitze Wuppertals und setzt neue Schwerpunkte in Wirtschaftsförderung und Bildung. Als jüngste Oberbürgermeisterin Deutschlands übernimmt sie mit einem starken Mandat und einem konkreten Arbeitsprogramm. Die nächsten Schritte der Stadt hängen davon ab, ob es ihr gelingt, ihre Wahlversprechen umzusetzen und ein Team zu führen, zu dem auch ihr ehemaliger Kontrahent gehört.






