13 March 2026, 14:21

ZDK reformiert Führung: Transparenz statt Machtkämpfe mit dem ZVK

Altes deutsches Aktienzertifikat mit blauem Rand, Text lautet "Schweiz Wagons-Fabrik A.G."

ZDK reformiert Führung: Transparenz statt Machtkämpfe mit dem ZVK

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat seine Führungsstruktur grundlegend reformiert – ein Schritt, der als Vorstoß für mehr Transparenz und branchenweite Abstimmung beworben wird. Die im Januar beschlossenen Reformen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit dem Zentralverband des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK), die sich im Oktober des vergangenen Jahres an Streitigkeiten über Mitgliedsbeiträge und organisatorische Kontrolle entzündet hatten.

Der ZDK hat die langjährige Praxis der personellen Überschneidungen in den Gremien beendet. Nach den neuen Regeln muss künftig ein Mitglied aus der Handwerksführung stammen, während zentrale Entscheidungen in Mitgliederversammlungen getroffen werden. Ausschüsse werden künftig rein beratend tätig sein, während offizielle Stellungnahmen ausschließlich von der Führungsebene in Bonn kommen sollen.

Die Reformen ziehen zudem eine klare Trennung zwischen ZDK und ZVK nach sich. Dies folgt auf die Forderung des ZVK, ab Oktober 2025 95 Prozent der ZDK-Mitgliedsbeiträge zu erhalten – eine Aufforderung, die den ZDK dazu veranlasste, sein Beitragssystem vollständig zu überarbeiten. Zwar hat sich der juristische Streit um Gebühren für Fahrzeuguntersuchungen erledigt, doch die grundsätzlichen Konflikte um Kontrolle und Governance bleiben ungelöst.

Um eine Isolation der Innungen zu verhindern, schafft der ZDK direkte Anbindungsmöglichkeiten für Werkstätten an die Bonner Zentrale. Die Organisation hat zudem zugesagt, das Engagement in betroffenen Regionen zu verstärken, um Unternehmen die Konsequenzen eines möglichen Austritts zu veranschaulichen. Trotz der Trennung lässt der ZDK dem ZVK jedoch eine Tür offen – vorausgesetzt, dieser akzeptiert die neuen Strukturen und anerkennt die richtungsweisende Autorität des Bonner Büros.

Die Januar-Reformen markieren einen deutlichen Wandel in der Arbeitsweise des ZDK: Entscheidungen werden zentralisiert, und die Überschneidungen mit dem ZVK reduziert. Unternehmen der Branche erhalten künftig Informationen direkt aus Bonn, während der ZDK weiterhin die Bedeutung der Einheit unter dem überarbeiteten Rahmen betont. Die Änderungen treten in Kraft, während beide Verbände weiterhin mit den anhaltenden Spannungen um Mitgliedschaft und Governance ringen.

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