Automobil-Logistik 2026: Wie die Branche Krisen und steigende Kosten meistert
Automobil-Logistik 2026: Wie die Branche Krisen und steigende Kosten meistert
Europas Automobil-Logistikbranche steht 2026 vor großen Herausforderungen – von geopolitischen Spannungen bis zu steigenden Kosten. Vom 17. bis 19. März treffen sich Branchenführer in Bonn zur Konferenz Automotive Logistics & Supply Chain Europe, um diese drängenden Themen zu erörtern.
Unterbrochene Lieferketten bleiben ein zentrales Problem, da die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten weiterhin Schifffahrtsrouten und die Versorgung mit Komponenten gefährden. Unternehmen reagieren mit einer Verlagerung hin zu Nearshoring, regionaler Produktion und lokaler Wertschöpfung, um Risiken zu verringern. Gleichzeitig belasten wirtschaftliche Unsicherheit, höhere Logistikkosten und infrastrukturelle Engpässe die Branche zusätzlich.
Die Investition in digitale Lösungen hat für viele Unternehmen nun oberste Priorität, um besser planen und sich schneller von unerwarteten Störungen erholen zu können. Flexibilität und schnelle Anpassungsfähigkeit sind entscheidend, damit Betriebe ihre Abläufe bei Lieferengpässen umstellen können. Ein Beispiel für diesen Trend ist das neue Werk für Festkörperbatterien des taiwanesischen Herstellers ProLogium in Dünkirchen, Frankreich – es zeigt, wie Unternehmen ihre Lieferketten effizienter gestalten.
Die Elektrifizierung bleibt ein Unsicherheitsfaktor: Die langsamer als erwartet verlaufende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und wechselnde politische Vorgaben sorgen für Zögern in der Branche. Dennoch haben bisher keine großen europäischen Automobilhersteller – weder Volkswagen, Mercedes-Benz noch Stellantis – ihre Investitionspläne vor 2027 angepasst, obwohl die EU das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035 verschoben hat.
Vor der Konferenz veröffentlicht Automotive Logistics am 2. März online den Bericht *"European Automotive Logistics Market Report 2026–2036", der vertiefte Einblicke in die Zukunft des Sektors bietet.
Die Automotive Logistics & Supply Chain Europe 2026 konzentriert sich auf Strategien gegen anhaltende Störungen und steigende Kosten. Angesichts anhaltender geopolitischer Risiken und Herausforderungen bei der Elektrifizierung setzen Unternehmen auf Digitalisierung und flexible Lieferketten, um Stabilität zu sichern. Die Veranstaltung in Bonn bietet Branchenführern eine Plattform, um Lösungen zu diskutieren und die Weiterentwicklung des Sektors mitzugestalten.
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