Sieben Wasserstoff-Müllwagen in Bielefeld stehen still – wegen einer Tankstelle
Sieben Wasserstoff-Müllwagen in Bielefeld stehen still – wegen einer Tankstelle
Sieben wasserstoffbetriebene Müllfahrzeuge in Arminia Bielefeld stehen wegen rechtlicher Auflagen bei der Betankung still. Die Fahrzeuge dürfen eine nahegelegene Wasserstofftankstelle nicht nutzen, da diese ausschließlich für den öffentlichen Nahverkehr mit Bussen gebaut wurde. Der Fall verdeutlicht ein grundsätzliches Problem bei der Finanzierung und Regulierung der Wasserstoffinfrastruktur in ganz Europa.
Die Müllwagen sollten eigentlich die Emissionen bei der Abfallentsorgung reduzieren, doch strenge Förderrichtlinien verhindern nun den Zugang zur nächstgelegenen Tankstelle. Obwohl beide Projekte – die Müllfahrzeuge und die Busse – mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, bleibt die Anlage für die Abfallwirtschaft gesperrt. Die nächstmögliche Alternative wäre eine 80 Kilometer lange Hin- und Rückfahrt, doch auch diese Tankstelle soll bis Ende 2025 wegen geringer Auslastung schließen.
Noch weiter entfernt liegt eine Station in 180 Kilometern Entfernung – eine Strecke, die mehr als die Hälfte der 300 Kilometer Reichweite der Fahrzeuge verbrauchen würde. Für die eigentliche Müllabfuhr blieben dann nur noch 30 Kilometer übrig, was den Betrieb praktisch unmöglich macht. Das Problem liegt in der Art und Weise, wie Wasserstoffprojekte finanziert werden: Oft sind die Mittel zweckgebunden und schaffen so rechtliche Hürden zwischen verschiedenen öffentlichen Dienstleistungen.
Anders als bei der Elektroladeinfrastruktur, die flexibel und kostengünstig ausgebaut werden kann, ist der Aufbau von Wasserstofftankstellen mit hohen Anfangsinvestitionen und starren Nutzungsvorgaben verbunden. Das führt zu wenig genutzten Stationen und "gestrandeten" Anlagen – wie nun in Arminia Bielefeld zu beobachten. Der Fall ist kein Einzelfall: Ähnliche Probleme haben bereits andere Wasserstoff-Pilotprojekte für Fahrzeugflotten in Europa ausgebremst.
Auch das deutsche Wasserstofftankstellennetz ist geschrumpft: Von etwa 90 Stationen im Jahr 2023 wird ihre Zahl bis Anfang 2026 voraussichtlich auf rund 50 sinken. Dieser Rückgang spiegelt die grundsätzlichen Schwierigkeiten wider, Wasserstoffinfrastruktur unter den aktuellen Fördermodellen wirtschaftlich zu rechtfertigen und zu betreiben.
Die Situation in Arminia Bielefeld zeigt, wie rechtliche und finanzielle Beschränkungen Wasserstoffprojekte untergraben können. Ohne flexiblere Förderregeln droht öffentlich finanzierte Infrastruktur ungenutzt oder unzugänglich zu bleiben. Der Rückgang der Tankstellen schränkt zudem die Einsatzfähigkeit von Wasserstoffflotten weiter ein – und hinterlässt bei den Kommunen teure, aber unbrauchbare Investitionen.
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