Schwere Verstöße bei Lkw-Kontrollen: Schrotthändler ohne Führerschein und Genehmigung erwischt
Schwere Verstöße bei Lkw-Kontrollen: Schrotthändler ohne Führerschein und Genehmigung erwischt
Einwöchige Verkehrskontrollen in Ostwestfalen und Bielefeld decken schwere Verstöße bei Nutzfahrzeugen auf
Bei einer einwöchigen Verkehrskontrolle in Ostwestfalen und Bielefeld sind bei gewerblich genutzten Fahrzeugen zahlreiche schwere Verstöße aufgedeckt worden. Am Dienstag, dem 10. Februar 2026, stoppte die Polizei auf der Detmolder Straße einen Schrotthändler – dabei kamen gleich mehrere Vergehen ans Licht, darunter Fahren ohne Führerschein und Betrieb ohne die erforderlichen Genehmigungen. Die Kontrollen waren Teil einer europaweiten Razzia im Rahmen der ROADPOL-Aktion "Lkw und Bus", die sich gezielt gegen Lastwagen und Reisebusse richtete.
Vom 5. bis 11. Februar 2026 überprüften Beamte insgesamt 293 Lkw und Busse auf Autobahnen und innerstädtischen Straßen. In 133 Fahrzeugen wurden Verstöße festgestellt, sieben davon wurden sofort mit einem Weiterfahrverbot belegt. Zu den häufigsten Mängeln zählten überhöhte Geschwindigkeit, manipulierte Tachografen und unzureichend gesicherte Ladung.
Ein besonderer Fall sorgte für Besorgnis: Ein VW LT 40-Kleinlaster, gesteuert von einem 51-jährigen Mann aus Detmold, befand sich in einem gefährlichen Zustand. Der Fahrer besaß seit einem Jahrzehnt keinen gültigen Führerschein mehr und wurde entsprechend belangt. Der Transporter transportierte eine defekte Industriewaage, die zudem mangelhaft gesichert war – eine zusätzliche Gefahrenquelle. Gegen die 53-jährige Halterin des Fahrzeugs, ebenfalls aus Detmold, wird nun ermittelt, weil sie einem Fahrer ohne Führerschein die Nutzung erlaubt hatte.
Das hinter dem Fahrzeug stehende Unternehmen betrieb die Schrottsammlung seit Jahren ohne die notwendige gewerbliche Genehmigung. Die Behörden vermuten zudem möglichen Sozialbetrug und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Betrieb. Neben diesem Fall stellten die Beamten 60 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen kleinerer Vergehen aus. Weitere Verstöße umfassten 19 Vergehen gegen Sozialvorschriften, 13 Verstöße gegen die Gurtpflicht, 11 technische Mängel und vier überladene Lkw.
ROADPOL führt seit fünf Jahren regelmäßig groß angelegte Kontrollen in ganz Deutschland durch. Besonders in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg kommt es aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der grenzüberschreitenden Routen häufig zu solchen Einsätzen. Eine zentrale Erfassung aller Verstöße aus diesen Kampagnen ist jedoch nicht öffentlich zugänglich.
Die Aktion führte zu mehreren Anzeigen, Fahrverboten und verwaltungsrechtlichen Sanktionen. Der Fall des Schrotthändlers unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Fahrten ohne Führerschein, Genehmigungsverstößen und unsicheren Fahrzeugzuständen. Die Polizei wird den gewerblichen Verkehr auch weiterhin im Rahmen gezielter Kontrollwochen genau im Blick behalten.
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