Schienenprojekt zwischen Willich und Krefeld bleibt vorerst auf Eis

Stephen Schleich
Stephen Schleich
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Eine Schwarz-Weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, die ein vorgeschlagenes Nahverkehrsprojekt auf der linken Seite zeigt, detailliert mit Straßen, Autobahnen und anderen Stadtmerkmalen.Stephen Schleich

Schienenprojekt zwischen Willich und Krefeld bleibt vorerst auf Eis

Pläne für neuen Schienenkredit zwischen Willich und Krefeld bleiben ungewiss

Die Pläne für eine neue Schienenverbindung zwischen Willich und Krefeld stehen weiterhin in den Sternen, da politische und finanzielle Hindernisse bestehen bleiben. Das 2021 erstmals vorgeschlagene Projekt, das Teil der größeren "S-Bahn Rheinland"-Erweiterung ist, sah sich mit Verzögerungen, Streitigkeiten über die Finanzierung und Widerstand von Umweltschutzgruppen konfrontiert. Trotz laufender Gespräche sind die Bauarbeiten bis Anfang 2026 nicht begonnen worden.

Die Idee für die Schienenanbindung entstand 2021 mit Unterstützung lokaler Politiker von CDU und Grünen. Zwischen 2022 und 2023 folgten Bürgerbefragungen und Machbarkeitsstudien, die geschätzte Kosten von über 500 Millionen Euro ergaben. 2025 kam das Vorhaben jedoch zum Stillstand, nachdem es zu Uneinigkeit über die Finanzierung zwischen der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und den Bundesbehörden gekommen war. Zudem äußerten Umweltverbände und einige Anwohner Bedenken wegen Lärmbelastung und Flächenverbrauch.

Die Stadt Krefeld riet, auf die Prüfung durch das Land zu warten, bevor weitere Schritte unternommen werden. Das Projekt wird derzeit im Rahmen der Bedarfsanalyse für den öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen bewertet – ein Schritt, der im letzten Wahlkampf versprochen worden war. Der SPD-Stadtrat Lukas Siebenkotten bezeichnete eine neue Machbarkeitsstudie als notwendigen nächsten Schritt, betonte jedoch, dass bisher weder Finanzierungszusagen noch Baugenehmigungen vorlägen.

Idealerweise würden sich beide Städte die Kosten für eine weitere Studie teilen. Im Mittelpunkt steht eine objektive Bewertung der Umsetzbarkeit des Projekts, bei der Finanzierungsmöglichkeiten, Kosteneffizienz und potenzielle Vorteile für Willich und Krefeld abgewogen werden müssen.

Die Bahnverlängerung bleibt vorerst in der Schwebe, während auf Entscheidungen der Landesebene gewartet wird. Ohne geklärte Finanzierung oder politischen Konsens ist ein Baubeginn in naher Zukunft unwahrscheinlich. Das weitere Vorgehen hängt von der ausstehenden Bewertung ab – und davon, ob sich Städte und übergeordnete Behörden auf die nächsten Schritte einigen können.

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