Vier Jahre nach dem Hanau-Anschlag: NRW gedenkt der Opfer und fordert Gerechtigkeit
Vier Jahre nach dem Hanau-Anschlag: NRW gedenkt der Opfer und fordert Gerechtigkeit
In dieser Woche gedachten Städte in ganz Nordrhein-Westfalen mit Gedenkveranstaltungen des vierten Jahrestags des Hanau-Anschlags. Am 19. Februar 2020 ermordete ein rechtsextremer Attentäter in zwei Shisha-Bars neun Menschen, bevor er sich selbst und seine Mutter tötete. Der Anschlag zählt bis heute zu den schwersten rechtsterroristischen Verbrechen in Deutschland seit Jahrzehnten.
Die Gedenkfeiern brachten Überlebende, Angehörige und Aktivist:innen zusammen, die Gerechtigkeit forderten und ein Zeichen gegen Rassismus setzten.
In Aachen versammelten sich rund 300 Menschen zu einer Kundgebung und einem Marsch, organisiert von linksgerichteten und antifaschistischen Gruppen. Angehörige der Opfer teilten bewegende Audiobotschaften, während in Reden Antworten auf offene Fragen zur Aufarbeitung des Anschlags gefordert wurden. Die Veranstaltung sollte Solidarität mit denen zeigen, die noch immer unter den Folgen leiden.
Das Integrationsbüro in Bochum wählte für seine Gedenkveranstaltung den Nachtleben-Bezirk Bermudadreieck – ein bewusster Ort, um den Kontrast zwischen der sonstigen Lebendigkeit des Viertels und der Tragödie des Anschlags zu verdeutlichen. Unterdessen nahmen in Köln fast 1.000 Menschen an einem Marsch durch die Stadt teil, um der Opfer zu gedenken.
Bei dem Hanau-Anschlag in der Nacht des 19. Februar 2020 verloren neun Menschen ihr Leben: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Ein zehntes Opfer, Ibrahim Akkuş, erlag im Januar 2026 den Folgen der bei dem Attentat erlittenen Verletzungen. Der Attentäter tötete anschließend seine 72-jährige Mutter, bevor er sich selbst das Leben nahm – die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf zwölf.
Die Studentin Selin Eroglu nahm an einer der Veranstaltungen teil, um ein persönliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Die Organisator:innen betonten, wie wichtig es sei, die Opfer zu erinnern, warnten zugleich aber vor einer weltweiten Zunahme rechtsextremer Ideologien.
Die Gedenkveranstaltungen machten die anhaltenden Folgen des Anschlags für Familien und Gemeinschaften deutlich. Gleichzeitig unterstrichen sie die Notwendigkeit, wachsam gegen Rassismus und Extremismus zu bleiben. Überlebende und Aktivist:innen machten klar: Der Kampf um Gerechtigkeit und Aufklärung ist noch lange nicht vorbei.
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