Führungswechsel im NRW-Kulturausschuss markiert eine neue Ära der Kulturpolitik
Führungswechsel im NRW-Kulturausschuss markiert eine neue Ära der Kulturpolitik
Kulturausschuss des Städtetags Nordrhein-Westfalen: Wechsel an der Spitze nach Jahrzehnten prägender Arbeit
Der Kulturausschuss des Städtetags Nordrhein-Westfalen steht vor einem markanten Führungswechsel nach jahrzehntelangem Wirken zweier Schlüsselfiguren. Andreas Kimpel und Jörg Stüdemann schieden bei ihrer letzten Sitzung in Gütersloh aus – eine Veranstaltung, die Kimpel als persönlichen Abschied gestaltete. Ihr Rückzug fällt in eine Phase, in der der Ausschuss neue Schwerpunkte setzt, darunter die Förderung und Bürgerbeteiligung im Kulturbereich.
Die Gütersloher Sitzung diente zugleich als Verabschiedung und Übergabe. Kimpel, Gastgeber der Veranstaltung, betonte in seiner Rede, wie Kultur Verbindung, Identität und Zusammenhalt in Städten stiftet. Auch sein langjähriger Weggefährte Stüdemann beendete seine Amtszeit und hinterlässt ein bleibendes Erbe in der regionalen Kulturpolitik.
Neue Führung für frische Impulse Während der Sitzung wurde eine neue Führung gewählt: Cornelia Wilkens, Kulturdezernentin der Stadt Münster, übernahm den Vorsitz, während Ursula Platen aus Neuss zur stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt wurde. Ihre Ernennung deutet auf eine Neuausrichtung des Gremiums hin.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die künftige Zusammenarbeit, insbesondere für Spielstätten, die Aufführungen veranstalten, aber über keine eigenen Ensembles verfügen. Dr. Michael Reitemeyer informierte über aktuelle Landesfördermittel und verwies auf gestiegene Zuwendungen für Theater und Orchester. Nadine Lindemann und Dorothea Gregor präsentierten zudem den Kultur-Relevanz-Monitor, eine Studie, die die öffentliche Teilhabe an kulturellen Angeboten in ganz Deutschland untersucht.
Förderprogramme im Fokus Der Ausschuss beleuchtete auch die laufenden Förderinitiativen. Seit der letzten großen Reform unterstützt der Landtag kontinuierlich Projekte wie das Regionale Kulturprogramm NRW, das seit 1997 besteht. Zu den jüngsten Bewilligungen zählen 823.652 Euro für 23 Vorhaben im Münsterland im Jahr 2026 sowie Stipendien in Höhe von 9.900 Euro für vier freiberufliche Filmemacher:innen.
Der Führungswechsel folgt auf Jahre engagierter Arbeit von Kimpel und Stüdemann, die die Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen maßgeblich mitgestaltet haben. Unter der neuen Leitung von Wilkens und Platen wird sich der Ausschuss vor allem der Mittelvergabe und der Bürgerbeteiligung widmen. Die fortlaufende Unterstützung freiberuflicher Künstler:innen und unabhängiger Projekte bleibt dabei ein zentraler Baustein der landesweiten Kulturstrategie.
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