Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma aus Köln am 9. März 2026
Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma aus Köln am 9. März 2026
Neues Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma aus Menden wird am 9. März 2026 enthüllt
Am 9. März 2026 wird in Menden ein neues Mahnmal zu Ehren der ermordeten Sinti und Roma aus der Stadt Köln feierlich enthüllt. Die Zeremonie ist das Ergebnis jahrelangen bürgerschaftlichen Engagements und bereichert die Erinnerungskultur der Stadt um einen bedeutenden Ort. An der Veranstaltung werden lokale Vertreter:innen, Überlebendenverbände und Schulkinder teilnehmen.
Die Initiative zur Schaffung des Mahnmals ging von einer Bürgerpetition aus, die der Kulturausschuss der Stadt Menden am 13. März 2024 billigte. Gestaltung und Standort des Denkmals sollen an die mindestens 46 Sinti aus der Stadt Köln erinnern, die im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau verfolgt und ermordet wurden. Unter ihnen befanden sich zahlreiche Mütter sowie 23 Kinder – darunter sechs Säuglinge, die in die Hände Josef Mengeles gerieten.
Die Enthüllungsfeier beginnt um 17:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Vinzenz-Kirche. Pastor Jürgen Senkbeil wird die Zeremonie leiten, begleitet von Schüler:innen der Initiative augen auf! und Viertklässler:innen der Anne-Frank-Grundschule. Im Anschluss findet die offizielle Weihe des Mahnmals auf dem Kirchplatz statt.
Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Veranstaltung mit einer Begrüßung eröffnen und die Bedeutung des Denkmals für die Erinnerungskultur der Stadt Köln würdigen. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, wird in seiner Rede an die Verfolgung von einer halben Million Sinti und Roma während der NS-Zeit erinnern. Als Ehrengast wird Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, anwesend sein.
Ab 2026 wird der 9. März jährlich als Gedenktag an die Verbrechen gegen die Sinti- und Roma-Gemeinden begangen.
Das Mahnmal steht als dauerhafte Hommage an die Opfer und Mahnung vor dem Vergessen. Künftige Gedenkveranstaltungen sollen sicherstellen, dass ihre Geschichten im öffentlichen Bewusstsein der Stadt Köln lebendig bleiben. Die Entscheidung der Stadt, diesen Ort zu schaffen, unterstreicht das anhaltende Bemühen, die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung anzuerkennen und zu bewahren.
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