Volkstrauertag in Bergisch Gladbach: Gedenken an Kriegsopfer und Appell für Frieden in der Ukraine

Felicia Beyer
Felicia Beyer
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Eine Gedenkwand mit einer Inschrift, die denjenigen ehrt, die für Freiheit und Frieden gelitten und gegeben haben, umgeben von einem Blumenstrauß.Felicia Beyer

Volkstrauertag in Bergisch Gladbach: Gedenken an Kriegsopfer und Appell für Frieden in der Ukraine

Am Volkstrauertag gedachte Bergisch Gladbach der Opfer von Krieg und Gewalt

Bei einer von der Stadt und dem örtlichen Verband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisierten Gedenkfeier stand in Bergisch Gladbach die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Unterdrückung im Mittelpunkt – verbunden mit dem Appell, sich weiterhin für den Frieden einzusetzen. Bürgermeister Marcel Kreutz hielt eine Rede, in der er historische Lehren mit den aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft verband.

Kreutz erinnerte zu Beginn an das 80-jährige Ende des Zweiten Weltkriegs, der weite Teile Europas in Schutt und Asche gelegt hatte. Die folgenden Jahrzehnte bezeichnete er als eine Zeit zwischen errungener Freiheit und neuer Unsicherheit – etwa durch Putins Aggression in der Ukraine oder die angespannten Beziehungen zu den USA.

Mit einem Zitat unterstrich der Bürgermeister, dass Frieden ein fortwährender Prozess sei: "Frieden ist ein dynamischer und kontinuierlicher Prozess, bei dem Gewalt durch Recht und Dialog abgebaut und Gerechtigkeit gestärkt wird." Krieg, so Kreutz, bringe stets Leid und vorzeitigen Tod mit sich. Die Lösung liege jedoch nicht in einem Frieden um jeden Preis, sondern darin, innere Ruhe zu bewahren und gleichzeitig Entschlossenheit zu zeigen.

Besonders würdigte der Bürgermeister das Engagement von Ehrenamtlichen und die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der in 45 Ländern rund 830 Friedhöfe unterhält. Zugleich rief er zu Solidarität mit denen auf, die in aktuellen Konflikten in der Ukraine existenziell bedroht sind, und betonte die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Einsatz und Zusammenarbeit für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie entscheidend gemeinsames Handeln für die Bewahrung des Gedenkens und die Förderung des Friedens ist. Kreutz schloss mit dem Appell, dass wahre Freiheit und dauerhafter Frieden auf innerer Stärke und äußerer Entschlossenheit beruhen.

Die Gedenkfeier in Bergisch Gladbach verband die Ehrung der Opfer vergangener Kriege mit einer Auseinandersetzung über heutige Konflikte in der Ukraine. In seiner Rede verknüpfte Bürgermeister Kreutz historische Verantwortung mit aktuellen Aufgaben – und mahnte Gerechtigkeit, Dialog sowie geteiltes Engagement an. Die weltweite Arbeit des Volksbundes bleibt dabei ein zentraler Baustein, um Erinnerung wachzuhalten und Frieden aktiv zu gestalten.

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