"Miss Germany" setzt auf Vielfalt – doch zwei Finalistinnen kämpfen gegen Rassismus
"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Miss Germany" setzt auf Vielfalt – doch zwei Finalistinnen kämpfen gegen Rassismus
"Miss Germany"-Wettbewerb bricht mit Tradition – und löst Kontroversen aus
In diesem Jahr geht der "Miss Germany"-Wettbewerb neue Wege: Statt allein auf Schönheit setzt die Jury nun auf zukünftige DAX-Vorständinnen und erfolgreiche Gründerinnen. Die Neuausrichtung bringt dem Event frischen Wind – doch zwei der neun Finalistinnen sehen sich plötzlich mit heftiger Kritik konfrontiert.
Unter den Teilnehmerinnen sind Büşra Sayed und Amina Ben Bouzid, die beide ein Kopftuch tragen. Seit ihrem Einzug ins Finale müssen sie sich mit Vorwürfen auseinandersetzen, ob sie "deutsch genug" seien, um überhaupt antreten zu dürfen.
Beim diesjährigen Finale an diesem Wochenende kämpfen neun Frauen um den Titel – ausgewählt aus über 2.600 Bewerberinnen. Fünf der Finalistinnen engagieren sich direkt in Initiativen, die Frauen in Führungspositionen oder in der Gründerszene fördern. Abina Ntim gründete JONA Curly Hair Care, während Amelie Reigl ein Biotech-Labor leitet, das sich auf künstlich gezüchtete Haut spezialisiert hat. Sayed, die in der Kategorie "Female Founder" antritt, brachte die Modemarke by Caramella für bescheidene Mode auf den Markt. Ben Bouzid, Finalistin in der Kategorie "Female Leader", unterstützt frauengeführte Marken beim Wachstum. Paula Daub, Vertriebsleiterin in einem Beauty-Tech-Startup, komplettiert die Runde.
Für Sayed und Ben Bouzid ist die Gegenwehr massiv. Beide kennen Alltagsrassismus – doch seit ihrer Nominierung hat die Welle der Anfeindungen eine neue Dimension erreicht. Die meisten rassistischen und sexistischen Kommentare stammen von Männern und offenbaren tief verwurzelte Vorurteile. Sayed wehrt sich gegen das Klischee, Deutschsein an ein bestimmtes Äußeres zu knüpfen, und scherzt, sie halte sich wenigstens an die typisch deutsche Gewohnheit, regelmäßig zu lüften. Ben Bouzid sieht ihre Teilnahme als Ehre und Chance, Mädchen, die sich in ihr wiedererkennen, den Weg zu ebnen.
Die Neuausrichtung des Wettbewerbs spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel wider: Die Jury bewertet die Kandidatinnen nicht mehr nur nach ihrem Aussehen, sondern nach ihrem Potenzial, in Wirtschaft und Innovation zu führen. Diese Veränderung sorgt für Diskussionen – zeigt aber auch, wie sich das Bild davon, was es heute bedeutet, Deutschland zu repräsentieren, weiterentwickelt.
Am Wochenende fällt die Entscheidung, wer die neue "Miss Germany" wird. Sayed und Ben Bouzid bleiben trotz aller Kritik standhaft in ihrer Identität als Deutsche. Ihre Präsenz im Wettbewerb unterstreicht den wachsenden Druck für mehr Vielfalt in Führungspositionen – und den Widerstand, der damit einhergeht.
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